Gastronomie, Hotels, Geschäfte und Supermärkte betroffen

Netzausfall bei der Telekom legte das Upland lahm

Willingen. Ein großflächiger Netzausfall der Deutschen Telekom hat am Donnerstag für jede Menge Probleme im Upland gesorgt. Auch Einrichtungen in Korbach waren betroffen.

Betroffen waren ab nachmittags bis spätabends unter anderem Hotels, Gastronomiebetriebe, Geschäfte und Supermärkte, in denen Buchungs-, Abrechnungs, und elektronische Kartenzahl-Systeme nicht mehr funktionierten. Buchungen mussten zunächst händisch notiert und konnten erst Stunden später, als die Systeme wieder liefen, technisch erfasst werden. Zahlungen in Geschäften und Restaurants konnten von Kunden nur bar getätigt werden. Das Problem: Auch die Geldautomaten der örtlichen Banken waren außer Betrieb. 

„Ich hatte vier Kunden, die ihre Ware deshalb nicht zahlen konnten. Somit fehlten mir an dem Tag 1000 Euro in der Kasse“, sagte Matthias Wilke, Geschäftsführer des gleichnamigen Sportgeschäftes in Willingen. Ähnliche Probleme gab es in der Gastronomie: „Wir haben uns Ausweise kopiert, um irgendetwas in den Händen zu haben. Die Gäste haben wir dann gebeten, uns das Geld zu überweisen oder am nächsten Tag die Rechnung zu begleichen“, sagte Angela Winkler von der Willinger Dorf-Alm. 

Auslöser für den Netzausfall war der Bruch einer Glasfaserleitung in Korbach. Auf Nachfrage unserer Zeitung teilte die Telekom am Freitag mit: „Im Zuge von Arbeiten für den Hessentag hat eine externe Firma fünf Kabel beschädigt. Die Kabel wurden zunächst provisorisch repariert. Sie werden ohnehin in Kürze komplett gewartet. Dann wird alles noch einmal überprüft und ausgebessert, falls erforderlich.“ 

Von der Störung betroffen waren weite Teile der Gemeinde Willingen, die Orte Deisfeld und Schweinsbühl in Diemelsee sowie Teile des Hochsauerlandkreises. Festnetztelefone, Internet und die Funkstationen für Mobiltelefone waren komplett ausgefallen.

Problematisch war der Netzausfall auch für die Feuerwehren. Sie konnten in dieser Zeit nicht mehr per Digitalfunk, der mit dem Internet verbunden ist, von der Leitstelle im Notfall informiert werden. Es gab keine Verbindung zu den Meldeempfängern der Feuerwehrleute. Per Sirene und persönliche Kontaktaufnahme wurden daher die Feuerwehrleute in den betroffenen Gebieten schnell zusammengetrommelt, um sich zur Brandwache in den Gerätehäusern einzufinden. Dort konnten sie mit dem dort noch vorhandenem analogen System mit der Leistelle kommunizieren und waren im Notfall dort auch für die Bevölkerung direkt erreichbar.

 

Rubriklistenbild: © dpa

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