Schwalm-Eder-Kreis ist auf Bedrohungen vorbereitet

Friedlich feiernde Fans am Wochenende in Loshausen: Das 15. World Music Festival verlief komplikationsfrei. Foto: Decker

Schwalm-Eder. Unbeeindruckt von den Schreckensmeldungen über das vergangene Wochenende feierten die Fans in Loshausen und Fritzlar-Geismar friedlich ihre Festivals. Ein Polizeisprecher bestätigte am Montag, dass es beiderorts zu keinerlei Auffälligkeiten oder Polizeieinsätzen kam.

Das unterstrich auch Loshausens Ortsvorsteher Daniel Heck auf Anfrage der HNA, „alles lief völlig reibungslos ab, von ein paar wilden Parkern vielleicht abgesehen“.

Trotzdem hat sich die gefühlte Bedrohungslage in den Köpfen vieler rasant verschärft, fragen sich die Menschen, wie vorbereitet die Behörden sind für den Fall einer Großlage. „Darauf sind wir sehr gut vorbereitet“, betonte Landrat Winfried Becker im Gespräch mit der HNA. „Es gibt feste Systeme, die bei jeder Rettungsleitstelle hinterlegt sind.“ Sobald erste Angaben etwa über die mutmaßliche Anzahl von Verletzten dort eingehen, werde eine entsprechende Anzahl von Notärzten und Rettungskräften nötigenfalls aus dem ganzen Bundesland oder sogar darüber hinaus aktiviert. „Diese Pläne sind sehr ausgefeilt und werden permanent geübt“, sagte Becker. Zugleich würden Krankenhäuser im Notfall entsprechend hochgefahren.

Unterschiedlichste Szenarien vom Eisenbahnunglück bis zum Chemieunfall mit einem sogenannten Massenanfall von Verletzten (MANV) seien durchgeplant, die Rettungsdienste seien für sämtliche Szenarien gut aufgestellt, so Landrat Becker.

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