Bürgermeisterwahl Willingshausen

Luca Fritsch möchte Bürgermeister werden: Er will ein Brückenbauer sein

Lieben Ausfahrten mit dem Alfa Romeo, Baujahr 1968: Der Willingshäuser Bürgermeisterkandidat Luca Fritsch mit seiner Lebensgefährtin Nadine Friedrich und den Hunden Abbie und Winston.
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Lieben Ausfahrten mit dem Alfa Romeo, Baujahr 1968: Der Willingshäuser Bürgermeisterkandidat Luca Fritsch mit seiner Lebensgefährtin Nadine Friedrich und den Hunden Abbie und Winston.

„Ich habe eine Vorliebe für Altbewährtes, bin aber auch bereit für Neues“, sagt Luca Fritsch. Mit dem einen meint der 33-Jährige seinen Alfa Romeo, Baujahr 1968. Das andere passt zu seinem Vorhaben, Bürgermeister in Willingshausen werden zu wollen.

Willingshausen – Zur Wahl am 26. September tritt Fritsch als unabhängiger Kandidat an, von Haus aus ist er SPD-Mitglied. Sein Gegenkandidat ist Martin Grein, für die Wahl trägt der Oberhausener ebenfalls kein Parteischild am Revers.

Als junger Kommunalpolitiker kann Luca Fritsch durchaus auf reichlich Erfahrung zurückblicken. „Politik war schon immer mein Hobby“, sagt Fritsch. Und das kommt nicht von ungefähr. Auch sein Vater engagierte sich als Ortsvorsteher und Stadtverordneter. Mit nach Willingshausen möchte Luca Fritsch seine Erfahrungen aus dem Neukirchener Parlament bringen.

Aktuell ist er dort SPD-Fraktionsvorsitzender. „Brücken bauen“ und „gegenseitiger Respekt“ sind die Stichworte, die er in diesem Zusammenhang nennt. Seine unabhängige Kandidatur unterstreiche, dass er ausdrücklich die Zusammenarbeit aller Fraktionen in der Willingshäuser Gemeindevertretung fördern möchte, betont er mit Blick auf durchaus konfliktreiche Zeiten in der Vergangenheit in diesem Gremium.

Umzug nach Willingshausen

Mit seiner Partnerin Nadine Friedrich und den beiden Hunden Winston und Abbie lebt Fritsch im Elternhaus im Neukirchener Stadtteil Seigertshausen. Die Bereitschaft nach Willingshausen umzuziehen ist bei beiden da. „Wenn es klappt, suchen wir uns ein schönes Fleckchen in Willingshausen“, sagt Nadine Friedrich.

Die beiden haben sich ganz bewusst für das Landleben entschieden. Nadine Friedrich arbeitet im IT-Produktmanagement und Luca Fritsch ist als Betriebswirt im internationalen Vertrieb tätig – und auch dabei bleiben beide der Region treu, nicht erst seit Corona, sondern bereits seit 2018 arbeitet der Seigertshäuser im Homeoffice – ein Arbeitsmodell, das dem 33-Jährigen sehr zusagt. Nicht nur weil „man den Alltag mit erleben kann“, meint er, sondern auch, weil dies zu einer Arbeitsverdichtung führe.

Zur Person

Luca Fritsch ist 33 Jahre alt und lebt mit seiner Partnerin Nadine und zwei Hunden in Seigertshausen. Nach dem Abitur an der Melanchthon-Schule ermöglichte ihm das Unternehmen Horn und Bauer ein Studium in Eisenach. Inzwischen ist der Betriebswirt im internationalen Vertrieb tätig und betreut für ein britisches Unternehmen Großkunden im Automobilbereich.

Persönliche Vorlieben bestimmen den Wohnort

Insbesondere bei seiner internationalen Tätigkeit fallen viele berufliche Reisen weg. Insgesamt sieht Fritsch in dieser Entwicklung der Arbeitswelt eine Chance für Willingshausen. „Die Frage nach dem Wohnort richtet sich weniger nach der beruflichen Notwendigkeit, sondern nach persönlichen Vorlieben“, meint er.

Genau dafür ist er ein gutes Beispiel. Da sind die beiden Hunde. Winston, die englische Bulldogge, und Abbie, der Mops. Regelmäßige Spaziergänge sind da ein Muss, für Fritsch und seine Partnerin, aber auch ein Genuss. „Es ist landschaftlich einfach schön hier in der Schwalm“, sagen die beiden. Das kommt auch bei den regelmäßigen Ausflügen mit dem Alfa Romeo zum Tragen. „Dabei kann man komplett abschalten“, sagt Fritsch. Für den Oldtimer wird er auch zum Schrauber: „Wenn Kleinigkeiten zu tun sind, mache ich das selbst. Manchmal tut es gut, den Kopf mal mit etwas anderem zu beschäftigen.“

In einem Redaktionsgespräch werden sich die beiden Kandidaten den Fragen der HNA stellen. In einer der nächsten Ausgaben werden wir darüber berichten. (Sylke Grede)

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