Bessere Aussichten

Merzhausen: Querrinne Zeichen für Hochwasserschutz

Wasser und Schlamm: Gleich zwei Mal war Merzhausen in 2021 von Starkregenereignissen betroffen.
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Wasser und Schlamm: Gleich zwei Mal war Merzhausen in 2021 von Starkregenereignissen betroffen.

Das Jahr 2021 war kein gutes für die Merzhäuser. Am 9. Juni wälzte sich eine Schlammlawine durch das Dorf, keine zwei Wochen später war der Ort erneut von einem Starkregenereignis betroffen.

Merzhausen – Für 2022 bessern sich die Aussichten in Sachen Hochwasserschutz. Die befahrbare Querrinne in der Fischbacher Straße ist fertiggestellt. Die Rinne soll verhindern, dass bei Starkregen das Wasser und Schlamm über die asphaltierte Straße ungehindert ins Dorf fließen kann.

Die Kastenrinne ist zwölf Meter lang, reicht von der Friedhofsmauer bis zur gegenüberliegenden Mauer und ist 50 Zentimeter breit sowie 70 Zentimeter tief. Angeschlossen wurde sie an den Schacht, der Richtung Antreff entwässert, so informiert Ortsvorsteher Heinrich Keller.

Die Rinne soll die Wassermassen, die bei Starkregen aus den Hanglagen über die Teerstraßen Richtung Ortslage fließen daran hindern, ungebremst ins Dorf zu stürzen. Als Kosten für das Bauwerk wurden 40 000 Euro angesetzt. Somit sei ein Vorschlag des Ortsbeirates vom 10. Juni, also einen Tag nach der ersten Überschwemmung in 2021, realisiert worden, erklärt Keller.

Aktuell warten die Merzhäuser auf das Gutachten des Ingenieurbüros Wagu, das vom Gemeindevorstand beauftragt und bis Ende November fertig sein sollte. Bereits in dem Gutachten aus dem Jahr 2017 schrieb Wagu laut Keller: „Sollte es nicht möglich sein, den Zulauf von Oberflächenwasser über die Fischbacher Straße zurückzuhalten, so wird es auch künftig zu schadbringenden Überschwemmungen in der Ortslage kommen können.“

Hochwasserschutz: Querrinne in der Fischbacherstraße in Merzhausen.

Keller hofft zudem, dass es auch Einzelgespräche mit den Landwirten gibt, die die Grundstücke oberhalb des Dorfes bewirtschaften. Einige von ihnen hätten dem Ortsbeirat bereits signalisiert, dass sie zu Kompromissen im Interesse des Dorfes bereit sind. Diese könnten nach Vorstellung des Ortsbeirates so aussehen, dass man im Mais eine Untersaat ausbringt oder sich bezüglich der Fruchtfolge verständigt, damit nicht alle Flächen in den Hanglagen oberhalb des Dorfes gleichzeitig mit Mais ausgestellt werden. (Sylke Grede)

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