Offene Töpferei: Willingshäuser Erbehof bot Schmuckwerkstatt an

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Schmuck selbst gebastelt: Dr. Sibylle Tura (links) und Astrid Schüssler stellten im Erbehof in Willingshausen ihre eigenen Ketten her.

Willingshausen. Kreativität war beim Tag der offenen Töpferei im Willingshäuser Erbehof bei den Besuchern gefragt. Kleine Hühner, große Hasen, Pilze, Blumen und Vögel aus hellem Ton stapelten sich in der Werkstatt des Erbehofs in Willingshausen.

Mehr als hundert kleine Kisten enthielten eine reichhaltige Auswahl an Perlen in rot, gelb, blau und weiteren Farben: Zum hessenweiten Tag der offenen Töpferei bot Gudrun Erbe am Samstag nicht nur Keramik zum Kauf, sondern auch eine Schmuckwerkstatt an.

Ruhige Hand: Thalena Thelen bemalte einen Hasen aus Ton.

„Ich möchte eine Kette, die zur Jeans passt“, erzählte Astrid Schüssler und wühlte zwischen den großen und kleinen, länglichen und runden Perlen in verschiedenen Blautönen. Dr. Sibylle Tura wählte verschiedene grüne Perlen aus, war sich aber unsicher, ob sie lieber eine Kette, ein Armband oder einen Ring kreieren wollte. „Wenn die Auswahl feststeht, wiege ich die Kette“, erläuterte Gudrun Erbe. Sei sie schwerer als 50 Gramm, müsse der Verschluss ein stärkerer Magnet sein. Die Kette von Astrid Schüssler kam nur auf 35 Gramm.

Mit geschickten Händen setzte die Töpferin die Abschlussperlen. Nach einer Anprobe kürzte Erbe den Draht und befestigte den Verschluss. Zufrieden betrachtete sich Astrid Schüssler im Spiegel.

Fliegenpilz aus Ton

In der Töpferwerkstatt suchten Lisa Dickel und ihre Freundin Thalena Thelen sich zwischen den vorbereiteten Formen ihren Osterschmuck aus. Lisa entschied sich für einen Hasen, dem sie zuerst die Ohren, danach die Nase und die Pfoten anmalte. Thalena nahm einen Pilz und verwandelte ihn zu einem rotleuchtenden Fliegenpilz.

„In diesen Formen steckt viel Arbeit“, sagte Ulrike Becker-Dippel. Zuerst müsse der Ton zu einer Platte gewalzt werden, nach dem Ausstechen würden die Figuren verputzt und ein Loch gebohrt. Sei der Ton getrocknet, müsse jede Form mit feinem Sandpapier geschliffen und danach gebrannt werden. Zum Schluss käme noch ein Feinschliff.

„Ich wollte, dass die Kinder Spaß haben, während ihre Eltern oder ihre Großeltern stöbern oder sich ein Schmuckstück basteln“, erklärte Gudrun Erbe. Bei kalten Getränken, Kaffee und frisch gebackenen Waffeln entspannten die kleinen und großen Künstler nach getaner Arbeit. (zcd)

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