Ärger um Arbeiten am neuen Leitungsnetz in Wasenberg

Streit mit Gemeinde: Nahwärme in Gefahr

Wasenberg. Um das kreisweite Vorzeigeprojekt Nahwärme im Willingshäuser Ortsteil Wasenberg gibt es Ärger. Laut Energiegenossenschaft Wasenberg blockiert die Gemeinde Willingshausen die Bauarbeiten an der Trasse.

Damit könnte die Inbetriebnahme des Nahwärmenetzes im Herbst gefährdet sein. Für einen Teil der Wasenberger würde das bedeuten, dass sie zum Beginn der Heizperiode im Kalten säßen.

Der Weg des Willingshäuser Ortsteils zum Energiedorf sorgt inzwischen hessenweit für Aufsehen. Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir hat sich bereits zur offiziellen Einweihung des Nahwärmenetzes im Oktober angesagt. Ob dieser Termin allerdings eingehalten werden kann, scheint zum jetzigen Zeitpunkt fraglich.

Bei dem Streit geht es um die Arbeiten an den Leitungen, die sich über 13 Kilometer durch das Wasenberger Straßennetz ziehen sollen. Knapp 70 Prozent der Wasenberger sollen darüber mit Wärme versorgt werden.

Blockiert sieht sich die Energiegenossenschaft wegen einer nicht erteilten Genehmigung der Gemeinde wegen geänderter Trassenführungen. Die war laut Vorstandsvorsitzendem Heinz Heilemann nötig geworden, weil die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten Pläne „teilweise nicht mit den Tatsachen übereinstimmen“. Überraschend waren bei Baggerarbeiten nicht kartierte Gasleitungen gefunden worden.

Angesichts der massiven Eingriffe in das Wasenberger Straßennetz wird von der Genossenschaft nun auch gefordert, „dass sie die Straßen wieder in den Zustand versetzt, in dem sie vor den Bauarbeiten gewesen sind“, so Vesper. Er bezieht sich auf den mit der Genossenschaft abgeschlossenen Gestattungsverstrag. Den interpretiert wiederum die Genossenschaft, die erhebliche Mehrkosten auf sich zukommen sieht, ganz anders. Demnach könnte eine kosmetische Wiederherstellung ausreichen.

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