Technik hilft beim Lernen

Unterrichtsräume der Melanchthon-Schule modernisiert

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Feuer und Flamme: Max Richhardt, Michelle Kapaun und Diana Folst aus der Klasse 10b betrachten im Fach Chemie die Flammenfarbe, die ein Strontiumsalz hervorruft. Die Gasversorgung kommt - stolperfrei - von oben.

Vierzig Jahre nach dem Bau des „Schindelhaus“ der Melanchthon-Schule erstrahlen die Räume des naturwissenschaftlichen Zentrums des Gymnasiums nach der Kernsanierung in neuem Licht.

„Wir freuen uns, dass wir die Naturwissenschaften gebündelt auf dem neuesten technischen Stand unterrichten können“, sagte Schulleiterin Dr. Anke Holl.

Umbau dauerte zwei Jahre

Zwei Jahre dauerte der Umbau: 800 Chemikaliengebinde und Kisten mit physikalischer Messinstrumente und anderem Equipment für Unterrichtszwecke mussten aufwendig zwischengelagert oder sicherheitshalber entsorgt werden.

Die Baumaßnahmen erfolgten in zwei Abschnitten zu je einem Jahr, so die Schule in einer Pressemitteilung. Kilometerlange Stromkabel wurden verlegt, Wände eingerissen und noch mehr Wände, sowie auch ein Lift wiederaufgebaut. 

Die Bauarbeiter und Techniker zogen anschließend LAN-Kabel ein, installierten WLAN-Repeater und erneuerten die Belüftungs- und Beleuchtungstechnik in allen Räumen. Zum Abschluss bekam jeder Raum neues Mobiliar und farblich abgestimmte Stühle.

Nachhaltig sanieren

„Damit die im Zuge der energetischen Sanierung durchgeführten Dämmmaßnahmen auch nachhaltig wirken können, wurden neben neuen Fenstern und Heizkörpern auch zahlreiche dezentrale Lüftungsanlagen installiert“ erklärte Hausmeister Wolfgang Montanus.

Sensoren überwachen jetzt unter anderem den CO2-Gehalt der Luft und versorgen die zahlreichen Fachräume sowie die neu entstandenen Klassenräume mit vortemperierter, frischer Außenluft.

Aufrüstung bei Unterrichtstechnik 

Auch bei der Unterrichtstechnik wurde aufgerüstet. Mit einer hochauflösenden Dokumentenkamera, die direkt mit dem Beamer an der Decke des Raumes verbunden ist, können Versuche in Echtzeit für die Schüler, an die Wand projiziert werden, so die Fachvorsitzende Biologie Anja Schiedleja:

 „Winzige Blüten, Buchseiten, besonders schön gemachte Hausaufgaben oder mitgebrachte Objekte von Schülern können stark herangezoomt und so von allen Schülern gleichzeitig bestaunt werden.“

Neue digitale Medien einbinden

Die Einbindung neuer digitaler Medien ermöglicht im Biologieunterricht beispielsweise beim Mikroskopieren den Austausch von Aufnahmen in einem gesicherten WLAN für alle Schüler.

David Fischer, Fachsprecher Chemie, verweist auf die funktionalen und durchdachten Fach- und Vorbereitungsräume im Bereich Chemie und der guten Ausstattung aller Räume mit Experimentiermaterialien.

Darüber hinaus gibt es mehrere Spülbereiche, einen Panoramaabzug für gefährliche Demonstrationsversuche und der bei Bedarf teilweise sogar auf Knopfdruck absenkbaren Deckenversorgung mit Gas, Netzspannung und LAN in den Chemie-, Physik- und Bioräumen.

Tafeln mit Dokumentenkameras

„Die herkömmlichen Tafeln konnten wir retten und mit ausgezeichneten Dokumentenkameras, Beamern, Laptops mit fachspezifischer Software und Anschlüssen für die Tablets der Lehrer sinnvoll ergänzen“ sagte Fischer.

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