Schwälmer Tracht und Mundart auf der Bühne

Theatergruppe der Sängerchöre Zella überzeugte mit Stücken in Mundart

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Spielfreude: Die Schwälmer Tracht und die Mundart der Schwalm standen im Mittelpunkt des Theaterabends in Zella. Im Bild von links Maximilian Bechtel , Laura Schwalm, Valentina Bechtel und Alessio Baumgart. 

Zella. Die Schwälmer Theaterabende der Theatergruppe der Sängerchöre Zella sind seit Langem kein Geheimtipp mehr, sondern eine feste Größe im Veranstaltungskalender der Region.

Fünf Vorstellungen gibt es in diesem Jahr. Zur Premiere am Samstagabend war der Saal im Landgasthaus Bechtel bis auf den letzten Platz gefüllt. Rund 320 Besucher erlebten zwei kurzweilige Stücke mit allerlei Irrungen und Wirrungen sowie einer gehörigen Portion Humor.

Es sei toll, dass trotz der Grippewelle so viele Menschen gekommen seien, freute sich die Vorsitzende Christel Schwalm bei der Begrüßung und riet dem gemischten Publikum: „Lacht mal ordentlich, das hilft gewöhnlich gut gegen Influenza.“

Im ersten Stück gab es von der alten Bäuerin einen kleinen, aber liebevollen Denkzettel an die Schwiegertochter. Im zweiten Schauspiel versuchten die Bäuerinnen, den Männern mit „Maschierwasser“ das Biertrinken zu verleiden. Nach der Pause erzählte Wilhelm Hahn in Gedichtform von früher.

Neues Getränk: Christel Schwalm und Christian Tschepa im Stück über das „Maschierwasser“.

Theater gibt es vielerorts, dass Besondere in Zella ist die Schwälmer Tracht und Mundart. Gerade das Zusammenspiel dieser beiden Element machte einen Großteil der Wirkung aus. Und wenn dann auch noch die jüngsten Darsteller „Platt schwätzen“, gehen verzückte „Oh-“ und „Ah“-Rufe durch die Reihen. Für Nicht-Schwälmer gab es auf der Rückseite des Programms dankenswerterweise wieder ein kleines Wörterbuch Platt-Deutsch-Platt.

Die Grippe machte auch vor den Zellaer Schauspielern nicht halt. Man habe eine Rolle neu besetzten müssen, sagte Walter Friedrich. Neben den Laienschauspielern sorgten vor und hinter der Kulissen viele Helfer für einen reibungslosen Ablauf.

Insgesamt nahmen die Proben für die zwei Theaterstücke sechs Wochen in Anspruch. Neben alten Hasen trauten sich junge und alte Nachwuchsschauspieler auf die Bühne. Den Darstellern war die Freude am Schauspiel anzumerken. Kleine Texthänger wurden mit Unterstützung der Souffleusen Kerstin Riebeling, Ute Wahl, Erika Rupp und Elsbeth Riebeling humorvoll überspielt.

Aufgrund der Grippewelle sind für die kommenden Vorstellungen noch Restkarten verfügbar. Nachfragen lohnt.

Weitere Vorstellungen: Freitag, 9 März, 19 Uhr, Samstag, 10. März, 19 Uhr und Sonntag, 11. März, 16 Uhr.

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