Mathematik zum Mitmachen

Ausstellung über Mathematik lockt viele Besucher in Kunsthalle Willingshausen

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Bunte Smarties: Lennart (links) und Matti von der Melanchthon-Schule Steinatal sollen mit einem kleinen Hilfsmittel die Schokolinsen auf dem Bild schätzen.

Willingshausen. Über 2000 Besucher haben eine Ausstellung über Mathematik in Willingshausen besucht. Dabei handelte es sich um ein Angebot zum Mitmachen. 

Lennart und Matti zählen Smarties auf einem Bild. Die beiden Schüler merken sich nicht jede bunte Schokolinse, sondern nur einige auf einer kleinen Fläche. Ihre Aufgabe: Sie sollen mithilfe von Mathematik schätzen, wie viele Smarties sich insgesamt auf dem Bild befinden. Das ist Teil des Mini-Mathematikums und der Faszination Mathematik, eine Ausstellung, die bis Freitag in der Kunsthalle in Willingshausen zu sehen war. Es handelt sich dabei um ein Angebot zum Mitmachen.

„Wir können alles selbst ausprobieren. Es wäre ja langweilig, wenn hier überall nur Bilder hängen würden“, sagt der zwölf Jahre alte Matti, der die sechste Klasse der Melanchthon-Schule Steinatal besucht. Seit dem Neujahrstag sind viele Schüler- und Kindergartengruppen aus der Region zur Kunsthalle gefahren. Insgesamt haben sich etwas mehr als 2000 Besucher die Exponate angesehen und sie auch ausprobiert.

Jonah (links), Fabian und Mika testen das Riesenseifenblasen-Experiment. 

„Wir haben mit so einem Erfolg nicht gerechnet“, sagt Ulli Becker-Dippel. Sie engagiert sich ehrenamtlich und war maßgeblich daran beteiligt, dass die Ausstellung in der Kunsthalle zu sehen war.

Kostenloses Bildungsangebot

Das Mathematikum ist eigentlich in Gießen und nach eigenen Angaben das erste mathematische Mitmach-Museum der Welt. Die Exponate waren auch deswegen in Willingshausen ausgestellt, weil das Angebot durch die Sparkasse, deren Kulturstiftung sowie den Jugendausschuss der Gemeinde finanziert wurde. „Wir haben ein Bildungsangebot für Kinder ermöglicht, ohne dabei Familien finanziell belasten zu müssen“, sagt Becker-Dippel.

Auch der Museumsbus hat zum Erfolg beigetragen. Dieser bringt allen voran Schulklassen und Jugendgruppen zu bestimmten Museen in der Region Schwalm-Aue. Die Fahrtkosten werden von den Städten und Gemeinden der Region übernommen.

Ohne Ehrenamtler nicht möglich: Ulli Becker-Dippel (links), Sonja Vesper, Kirsten Nahser und Daniela Thiel.

Es war das erste Mal, dass die Knobel- und Experimentierangebote in der Kunsthalle ausgestellt waren. Die Resonanz ist positiv. „Es ist ein tolles Angebot und eine schöne Alternative zum schulischen Alltag“, sagt auch Lehrerin Anke Kurz von der Melanchthon-Schule.

Erneute Ausstellung vorstellbar

Für Becker-Dippel ist es vorstellbar, eine solche Ausstellung in einigen Jahren erneut anzubieten. Es habe sich gezeigt, „dass auch Kinder in Museen kommen, wenn es ein interessantes Angebot gibt.“ In den nächsten Monaten soll zunächst eine Leonardo- Brücke an der Kreuzung nahe der Kunsthalle an die Ausstellung erinnern. Die Besonderheit der Brücke ist, dass sich die Holzbauteile selbst tragen.

Soll an die Ausstellung erinnern: Die Leonardo-Brücke wird an der Kreuzung bei der Kunsthalle aufgestellt.

Die Idee geht auf Leonardo da Vinci zurück. Bei ihren Besuchen haben die Schüler- und Kindergartengruppen jeweils ein Holzstück bemalt und somit die Bauteile für die Brückenkonstruktion geliefert. Dabei stand dann ausnahmsweise nicht die Mathematik, sondern die Kunst im Fokus.

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