Zum vierten Mal

Heinrich Vesper will erneut Bürgermeister in Willingshausen werden

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In seinem Garten: Heinrich Vesper ist seit knapp 18 Jahren der Bürgermeister Willingshausens und kandidiert erneut für dieses Amt.

Willingshausen. Zum vierten Mal stellt sich Heinrich Vesper den Willingshäusern zur Wahl. Zum Jahresende läuft seine dritte Amtsperiode als Bürgermeister aus.

Wieder tritt der Freidemokrat als Unabhängiger an, unterstützt wird er vom bürgerlichen Lager mit CDU, BGL/FWG und FDP.

Als „Bürgermeister für alle“ Willingshäuser bewarb er sich bereits in seinem ersten Wahlkampf 1997. Als „willenstarkes Landkind“ schätzte ihn damals eine HNA-Berichterstattung ein. Nun, nach knapp 18 Jahren Amtszeit mit 61 in den Ruhestand zu gehen, kann er sich nicht vorstellen. Verwurzelt fühlt er sich inzwischen nicht nur mit dem Amt, sondern mit der Großgemeinde. Sichtbares Zeichen dafür sei das vor einigen Jahren erworbene Eigenheim in der Knüllstraße in Wasenberg. „Unser Zuhause“, sagt er schlicht.

„Vieles können wir uns deshalb leisten, weil so viel ehrenamtliche Arbeit geleistet wird.“

Eine Bürgermeisterwahl sei für ihn wie ein runder Geburtstag: Der passende Zeitpunkt, Bilanz zu ziehen, aber auch dafür, nach vorne zu blicken. Aktuell würden in Willingshausen keine neuen Schulden gemacht, ein Weg, den er fortsetzen möchte. Viel Geld sei in den vergangen Jahren dafür investiert worden, die Pflichtaufgaben der Gemeinde wie die Sanierung des Abwasser- und Kanalnetzes zu investieren. Als wichtige Pflichtinvestition bezeichnet er die Erweiterung des Kindergartens in Wasenberg. Das Wort Gebührenerhöhung meidet er in diesem Zusammenhang. Die Situation sieht er im Moment noch nicht gegeben, dennoch ist er sich sicher, dass die Kosten im Bereich Kinderbetreuung steigen werden. Aktuell seien 20 Prozent der Kosten über Elternbeiträge gedeckt.

Vieles könne die Gemeinde sich nur leisten, weil in Willingshausen ein erhebliches Maß an ehrenamtlicher Arbeit geleistet werde. Im Blick hat er dabei nicht nur die Feuerwehren oder die Trägervereine der Dorfgemeinschaftshäuser. Als unbestritten sieht er auch den kulturellen Auftrag bespielsweise der Trachtengruppe und der Burschenschaften: „Eine Schwälmer Kirmes ist mehr als ein Fest.“ Dennoch dürfe das Ehrenamt nicht die kommunalen Pflichtaufgaben ersetzen.

Durch die demografischen Veränderungen komme einiges in Bewegung. Man müsse versuchen, Chancen zu sehen und zu nutzen. Im Bereich Kleingewerbe müssten die Arbeitsplätze erhalten und neue geschaffen werden. Weiterhin sollten Tourismus und Kultur gestärkt werden. Als Dach für alle Ortsteile sieht er da die Willingshausen Touristik Betriebsgesellschaft.

Die dritte Amtsperiode Vespers läuft zum Jahresende aus, gewählt wird in Willingshausen am Sonntag, 12. Juli.

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