1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt
  4. Willingshausen

Willingshäuser Stipendiaten spielen mit Reizen und Material

Erstellt:

Von: Sylke Grede

Kommentare

Willingshäuser Stipendiaten 2023: Charlotte Rahn und Arhun Aksakal versprechen ein spannendes Ausstellungsjahr in Willingshausen.
Willingshäuser Stipendiaten 2023: Charlotte Rahn und Arhun Aksakal versprechen ein spannendes Ausstellungsjahr in Willingshausen. © Stipendium Willingshausen

Es werden in diesem Jahr wieder zwei Stipendiaten ins Hirtenhaus in Willingshausen einziehen.

Willingshausen – Sie versprechen ein spannendes Ausstellungsjahr. Im Februar residiert Charlotte Rahn für drei Monate im Malerdorf. Die Absolventin der Offenbacher Hochschule für Gestaltung lässt schrille, knallige, pralle, bemalte Luftobjekte und Abformungen entstehen.

Bewusstes Spiel mit Reizen

Dabei handelt es sich nicht nur um gefundene Badespaßartikel, sondern auch um selbstgenähte Objekte. Charlotte Rahns Bildsprache spielt bewusst mit den Reizen der Konsum- und Warenwelt und verweist so auf die Auswirkungen, die diese poppigen Utopien auf unsere sozialen und ökologischen Strukturen haben.

Für ihre Ausstellung, die am 29. April in der Kunsthalle Willingshausen eröffnet, plant sie eine großflächige Installation entstehen zu lassen, die von den Betrachtern wie ein Bühnenbild betreten werden kann.

Arhun Aksakal kommt im September nach Willingshausen. Er schließt in diesem Sommer, nach Stationen in Kassel, Kurdistan und Venedig, sein Studium an der Städelschule in Frankfurt am Main ab. Arhun Aksakal verfolgt einen recherchebasierten künstlerischen Ansatz.

In seiner Arbeit inszeniert er Materialien, die als stumme Zeugen von Umbrüchen und Umständen fungieren, um daran politische und geologische Besonderheiten sichtbar zu machen. In Willingshausen plant er sich mit den Malereien Carl Bantzers auseinanderzusetzen, um ihnen Informationen zu deren elementarer Materialität und ihrem Entstehungsprozess zu entlocken.

Seine Ausstellung wird ab dem 18. November in der Kunsthalle Willingshausen zu sehen sein. Seit 1996 gibt es das Willingshäuser Künstlerstipendium.

Jetzt werden neue Akzente gesetzt

Träger sind die Sparkassen-Kulturstiftung, die Sparkassen-Versicherung, die Kreissparkasse Schwalm-Eder, der Schwalm-Eder-Kreis und die Gemeinde Willingshausen. Jährlich wirken zwei Stipendiaten. Über 15 Jahre hatte der Kasseler Kunstprofessor Bernhard Balkenhol das Stipendium als Kurator geprägt, ihm folgte der Architekturprofessor Heiner Hoffmann.

Neue Akzente will jetzt Marina Rüdiger setzen. Das Willingshäuser Künstlerstipendium hat inzwischen auch einen Förderverein und präsentiert sich auf einer Internetseite.  syg

stipendium-willingshausen.de

Auch interessant

Kommentare