Bunde fördert Willingshäuser Projekte

Der Bilderschwatz geht auf Tournee

+
Teilnehmer des ersten Malersymposiums im Malerstübchen: von links Igli Arapi, Italien, Antonin Passemard, Frankreich,Luk van Driessche, Belgien , Ben Kamili, Deutschland, Irma Braat, Niederlande, Ann Larsson-Dahlin, Schweden, Janko Göttlicher, Dänemark und Ilmari Rautio, Finnland.

Willingshausen Touristik Betriebsgesellschaft (WTB) bekommt Fördermittel des Bundes. Davon profitieren die Projekte Bilderschwatz, die Museumspädagogik und das Malersymposium

Seit einem Jahr hat die Arbeit der Willingshausen Touristik Betriebsgesellschaft (WTB) in der Kunsthalle und Gerhardt-von-Reutern-Haus eine gewisse Dynamik gekommen. Möglich macht das nicht nur das ehrenamtliche Engagement des WTB-Teams, sondern auch eine Förderung des Bundeslandwirtschaftsministerium über drei Jahre in Höhe von knapp 100 000 Euro. Die WTB ist in das Programm „Ländliche Entwicklung“ aufgenommen worden.

Davon profitieren insbesondere die Projekte „Bilderschwatz“, die Museumspädagogik und das im vergangenen Jahr erstmals veranstaltete Malersymposium, erklärt Ulrike Becker-Dippel. Vom Beamer bis zum Pinsel hätten sie sich vor der kräftigen Finanzspritze aus Berlin alles ausleihen müssen.

Das hat sich nun geändert. Mit neuer Technik geht der „Bilderschwatz“ inzwischen sogar auf Reisen. Die Gemäldevorstellungen mit unterschiedlichen Vereinen und Gruppen als Bildpaten finden in diesem Jahr an verschiedenen Orten statt, sagt Reinhold Corell und scherzt in Schwälmer Platt: „Wir gehen übers Feld“. Das unterstreicht auch Becker-Dippel: „Der Bilderschwatz ist verbindend. Damit wollen wir Identifikation stiften“.

Und genau das ist eines der Ziele des Bundesprogramms. Die Projekte der WTB wurden als Schatz bewertet, den es zu heben gilt. Ihre Aufgabe sei es, etwas modellhaft zu entwickeln, das gegebenenfalls auch auf andere Regionen übertragbar sei, beschreibt es Becker-Dippel.

Immerhin scheint die Experimentierfreude des ehrenamtlichen WTB-Teams aufzugehen: Von Felsberg bis Gilserberg nutzten im vergangenen Jahr 400 Kinder das museumspädagogische Angebot. Mehr als 600 Menschen interessierten sich für den „Bilderschwatz“.

Auch das erste internationale Malersymposium vermeldet die WTB auf der Erfolgsseite. Das Symposium für dieses Jahr ist bereits ausgebucht. Das nächste Projekt ist bereits auf den Weg gebracht, sagt Corell. Rund um Willingshausen soll ein Malerweg entstehen. Auf dem Fünf-Kilometer-Rundweg werden zehn Schilder, ausgestattet mit QR-Codes auf Motive der Schwälmer Maler hinweisen.

Groß gefeiert werden soll außerdem im Sommer das 200-jährige Jubiläum der Hochzeit des Gründers der Malerkolonie Gerhardt von Reutern mit Charlotte von Schwertzell.

VON SYLKE GREDE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.