1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt
  4. Willingshausen

Luca Fritsch über seine ersten 100 Tage als Bürgermeister

Erstellt:

Von: Sylke Grede

Kommentare

Im Rathaus: Luca Fritsch hat die ersten 100 Tage im Amt als Willingshäuser Bürgermeister hinter sich.
Luca Fritsch hat die ersten 100 Tage im Amt als Willingshäuser Bürgermeister hinter sich. Wie auf unserem ©  Luca Fritsch

Die ersten 100 Tage im Amt des Bürgermeisters von Willingshausen hat Luca Fritsch hinter sich. Den ersten Herausforderungen hat er sich stellen müssen und – Willingshausen hat einen neuen Feuerwehrmann. In den ersten Wochen seiner Amtszeit absolvierte der 34-Jährige dazu erfolgreich seine Grundausbildung.

Willingshausen. Als größte Herausforderung in den ersten drei Monaten seines neuen Berufs sieht Fritsch die Bereitstellung der Antreffhalle in Merzhausen als Zufluchtsort für ukrainische Flüchtlinge. Denn als erste Kommune im Landkreis meldete Willingshausen betriebsbereite Notunterkünfte für ukrainische Schutzsuchende. In Windeseile hatten Ehrenamtliche und Gemeindemitarbeiter die Halle dafür bereitgestellt, 164 Menschen ein Dach über dem Kopf zu bieten zu können.

Zum Zeitpunkt des HNA-Gesprächs zu diesem Beitrag war die Halle, die zu den größten im Landkreis zählt, zur Hälfte belegt. Immer noch sei er täglich vor Ort, erzählt Fritsch. In der Regel kämen die Geflüchteten dienstags und würden im Laufe der Woche auf andere Unterkünfte verteilt. „Man trägt Verantwortung, und ich versuche, den Überblick zu behalten“, sagt Fritsch. Erstmals hat Fritsch Haushaltsberatungen begleitet - und das mit Erfolg. Diskussionen seien hart in der Sache, aber sachlich und fair geführt worden, berichtet Fritsch. Einstimmig passierten die finanziellen Planungen in der vergangenen Woche die Gemeindevertretung. Damit sind wichtige Vorhaben wie die Erweiterung des Sportparks in Zella sowie eine Perspektive für das Sportlerheim in Wasenberg gesichert. Das gilt auch für die Sanierung und den Umbau des Gerhardt-von-Reutern-Hauses in Willingshausen. Auch erste Schritte für Hochwasser- und Katastrophenschutz sind damit auf den Weg gebracht. Zudem wurde ein Grundschatzbeschluss für die Erweiterung des Glasfasernetzes bis vor jede Haustür gefasst.

Rolle als Moderator

Fritsch sieht seine Rolle dabei insgesamt „in der Moderation, in der Wertschätzung für die Idee“. Der neue Bürgermeister nimmt durchaus solide Mehrheiten – auch über Ortsteile hinaus – wahr. Moderation ist auch in der Kunstszene im namensgebenden Ortsteil Willingshausen gefragt. Die verschieden Initiativen tauschen sich inzwischen aus, berichtet Fritsch und spricht von Begegnungen auf Augenhöhe: „Ich habe ein Ziel, und das ist die bestmögliche Zusammenarbeit.“ Die Rede ist auch von einer hauptamtlichen Stelle für die Willingshausen- Touristik-Betriebsgesellschaft (WTB).

In seiner Amtsstube im Rathaus in Wasenberg hat Fritsch nichts verändert – außer den Schreibtisch zehn Zentimeter niedriger einzustellen. (Weil sein Vorgänger über zwei Meter groß ist, steht im Bürgermeisterzimmer ein höhenverstellbarer Schreibtisch.)

Eingeführt hat Fritsch einen wöchentlichen Podcast. Jeden Sonntagabend erklärt er in einem Videobeitrag, der gerade mal 60 Sekunden lang ist, was es Neues aus der Gemeindeverwaltung zu berichten gibt. Gerade ist auf Facebook der Beitrag „60 Sekunden Großgemeinde Willingshausen, Woche 13“ erschienen.

Große Veränderungen stehen im privaten Bereich des Bürgermeisters an. Bis jetzt pendelt Fritsch immer noch von Seigertshausen runter in die Schwalm an seinen Arbeitsplatz. Wie im Wahlkampf angekündigt, planen er und seine Lebenspartnerin nach Willingshausen zu ziehen. (Sylke Grede)

Auch interessant

Kommentare