Das Wehr zwischen Zella und Loshausen soll umgebaut werden

Willingshausen: Wehr wird umgebaut

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Das Wehr an der Schwalm zwischen Zella und Loshausen muss für Fische passierbar sein. 

Das Wehr zwischen Zella und Loshausen soll nicht einfach beseitigt, sondern vielmehr umgebaut werden.

Damit bezieht sich Willingshausens Bürgermeister Heinrich Vesper auf einen Leserbrief von Walter Friedrich aus Zella. Friedrich befürchtet, dass der Grundwasserspiegel in Zella sinken könnte.

Problem für Fische

Hintergrund für den Umbau sei die Tatsache, dass nach wasserrechtlichen Vorgaben (Wasserhaushaltsgesetz und EU-Wasserrahmenrichtlinie) die Fließgewässer für die Fische und Kleinlebewesen passierbar gestaltet werden müssen, teilt Vesper mit. 

Die gesetzlichen Vorgaben seien bei mehreren Ortsterminen mit Vertretern des Regierungspräsidiums, Kreisverwaltung, Eigentümern des Wehrs, Schwalmverband und der Gemeinde Willingshausen beraten worden. Alle Beteiligten seien sich einig, so Bürgermeister Heinrich Vesper und Geschäftsführer Schwalmverband Peter Kugler, dass der Wasserspiegel weiterhin mindestens so hochgehalten werden muss, dass keine Gebäudeschäden zu befürchten sind.

Nur Aufbauten des Wehrs sollen entfernt werden

Insbesondere der bisherige Mühlgraben muss weiter durchflossen werden. Es sollen zwar die Aufbauten des Wehres entfernt werden, damit bei Hochwasser sich kein Treibgut mehr daran aufstauen kann. Der Wasseraufstau soll aber im Wesentlichen erhalten bleiben und zukünftig durch eine aus Steinen geschüttete Sohlschwelle realisiert werden, die dann eben für die Wasserlebewesen passierbar ist.

Vesper: Für die Planung dieser Maßnahme soll ein versiertes Ingenieurbüro beauftragt werden, das genau diese Rahmenbedingungen (Einfluss Grundwasser, Hochwasserabfluss) untersucht und die Planung darauf abstimmt. Da die Schwalm im Bereich des Wehres im Schutzgebiet „Schwalmniederungen bei Schwalmstadt“ liegt, wird die Maßnahme zu hundert Prozent vom Land Hessen finanziert. Die Gemeindevertretung der Gemeinde Willingshausen hat deshalb das Angebot des Landes angenommen und der Maßnahme zugestimmt.

Dies sei eine Chance für die Verbesserung der Gewässerökologie und auch ein zusätzlicher Schutz für die Ortslage Zella bei Hochwasserereignissen, sind die Experten überzeugt. In der Vergangenheit hat oft angeschwemmtes Treibgut vor dem Wehr einen solchen Rückstau verursacht.

Von Sylke Grede

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