Zeitreise in eine Künstlerwelt

Marburg: Ubbelohde-Ensemble soll aufgewertet werden

Das Wohn- und Atelierhaus von Otto Ubbelohde
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Ein besonderer Ort: Das Wohn- und Atelierhaus von Otto Ubbelohde ist seit 1999 ein Museum.

Der Maler Otto Ubbelohde fühlte sich eng mit der Schwalm verbunden. Auf vielen seiner Werke sind die Schwälmer Landschaft und deren Menschen abgebildet. Das Atelierhaus des Künstlers soll möglicherweise erweitert werden.

Marburg/Willingshausen. Das Atelierhaus in Lahntal-Goßfelden, in dem der Künstler Otto Ubbelohde lebte und arbeitete, lockt mit seinem besonderen Flair und wechselnden Ausstellungen viele Besucher. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf investiert nun bis zu 25 000 Euro in eine Machbarkeitsstudie, um die Möglichkeiten für einen Ergänzungsbau auszuloten.

Das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des 1922 verstorbenen Künstlers Otto Ubbelohde in den Lahnwiesen von Goßfelden in der Gemeinde Lahntal ist seit 1999 ein Museum. Auch die umgebenden Gärten Ubbelohdes wurden soweit möglich wieder in den Originalzustand versetzt, so dass ein Besuch im Otto-Ubbelohde-Haus eine kleine Zeitreise in die Welt des eng mit dem Landkreis verbundenen Künstlers ist. Das vom Land geförderte Literatur-Stipendium des Vereins Zwei Raben – Literatur in Oberhessen. , durch das das Haus regelmäßig von Autorinnen und Autoren bewohnt und belebt wird, setzt seit einiger Zeit zusätzliche Akzente.

Brüderchen und Schwesterchen: Otto Ubbelohde-Illustration aus den Grimmschen Märchen.

Etwas größere Ausstellungen und Veranstaltungen zu realisieren, sind ein lang gehegter Wunsch des Vorstands der Otto-Ubbelohde-Stiftung. Das ist allerdings in den begrenzten Räumlichkeiten des Atelierhauses nicht umsetzbar. Zudem ist das Magazin durch ein denkbares, sehr starkes Hochwasser bedroht und müsste besser an einem anderen Ort untergebracht werden.

Otto Ubbelohde

Der Landkreis Marburg-Biedenkopf unterstützt die Stiftung von Anfang an finanziell, die Gemeinde Lahntal bringt sich ebenfalls von Beginn an auf unterschiedliche Art und Weise intensiv ein, die Hessische Kulturstiftung hat den finanziellen Grundstock für die Stiftung gelegt und die Philipps-Universität bringt sich vor allem inhaltlicher Art mit ein. Darüber hinaus ist der Stiftungsrat mit Mireille Ubbelohde-Doering aus der Familie und mit den weiteren Stiftungsratsmitgliedern mit viel Sachkompetenz besetzt, heißt es in der Pressemitteilung. Zudem wurden die Ubbelohde-Illustrationen der Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, die sich im Eigentum des Landkreises befinden und als Dauerleihgabe in die Stiftung gegeben wurden, von der Beauftragten für Kultur und Medien des Bundes als national wertvolles Kulturgut anerkannt. Damit stehen die 450 Federzeichnungen auf einer Stufe zum Beispiel mit der Gutenberg-Bibel, der Skulptur des Fürsten vom Glauberg oder etwa der Himmelsscheibe von Nebra.  (syg)

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