"Krieg der Sterne"-Cosplay

Zwei Männer aus dem Schwalm-Eder-Kreis stellen Figuren aus Star Wars nach

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Stellen in ihrer Freizeit Filmfiguren nach: Mario Nickel (links) und Sven Gonther mit einem Sandtrooper in ihrer Mitte.  

Loshausen/Todenhausen. "Rogue One" ist der achte Kinofilm aus dem Star-Wars-Universum. Ein Fest für Mario Nickel und Sven Gonther, die in ihrer Freizeit die Filmfiguren nachstellen. 

Star Wars ist ein Phänomen: Wohl jeder ist schon einmal mit dem epischen Weltraummärchen auf irgendeine Art und Weise in Berührung gekommen. Seit fast 40 Jahren gehört der Kampf der Rebellen gegen das Imperium zur Populärkultur. Figuren wie Darth Vader und Obi-Wan Kenobi wecken nicht nur bei eingefleischten Fans Erinnerungen.

Während für die meisten Menschen die Weltraumsaga nur abwechslungsreiches Popcornkino ist, leben andere buchstäblich für Star Wars und versuchen in ihrer Freizeit als sogenannte Cosplayer die Filmfiguren so authentisch wie möglich nachzustellen.

Täuschend echt: Links im Bild Mario Nickel in der Rüstung eines Shadow-Troopers und Sven Gonther als Darth Vader. 

„Im Schwalm-Eder-Kreis gibt es rund zehn echte Star-Wars-Cosplayer“, schätzt Sven Gonther aus Loshausen: „Cosplay im eigentlichen Sinn ist das aber nicht. Ich zeige, dass der Vader auch lustig sein kann.“ Im Dachgeschoss seines Hauses hat sich der 38-Jährige ein regelrechtes Star-Wars-Zimmer eingerichtet. In allen Ecken finden sich Plakate, Figuren, Raumschiffmodelle oder Filmwaffen wie das legendäre Lichtschwert. Absoluter Hingucker: Die originalgetreue Rüstung eines Sandtrooper. „Die Bösen haben die cooleren Klamotten“, meint Gonther augenzwinkernd. 

Solch eine Rüstung sei immer eine Einzelanfertigung und nicht von der Stange zu kaufen, betont Mario Nickel aus Todenhausen. Die Preisspanne für ein Fanmade-Kostüm liegt zwischen 500 und 5000 Euro, erklärt der 29-Jährige. Die Zusammenstellung seines Darth-Vader-Kostüms habe eineinhalb Jahre gedauert, erzählt Sven Gonther: „Lederteile und Umhang sind aus Argentinien, die Brustbox aus Italien, der Helm aus Spanien und der Schulterpanzer aus Amerika.“

Begeistert von den Filmen

Wie bei den meisten Cosplayern standen auch bei dem Loshäuser die Filme am Anfang. Jahre später habe er dann im Movie-Park in Bottrop die echten Figuren gesehen und seitdem sei er dem Star-Wars-Virus verfallen, erinnert sich Gonther. Bei ihm war es Zufall, sagt Mario Nickel lachend: „Ein Kumpel hat mir gesagt: Sven ist Darth Vader! Als ich zum ersten Mal bei Sven war, haben wir festgestellt, dass wir dieselbe Wellenlänge haben und ich habe mir dann ein Shadow-Trooper-Kit zugelegt.“

Mit ihrer Leidenschaft sind Nickel und Gonther nicht allein. Die weltweit größte Gruppe, die „501st Legion - Vaders Fist“, umfasst 10 000 Fans. Der deutsche Ableger German Garrison hat nach eigenen Angaben 700 Mitglieder.

Die Mitternachtspremiere des neuen Star Wars-Films im Burgkino in Treysa haben sich die beiden Fans rot im Kalender eingetragen. „Der neue Film wird wieder gut - da kommt das alte Feeling auf“, freut sich Mario Nickel.

Das Kostümspiel Cosplay

Laut der Online-Enzyklopädie Wikipedia kommt Cosplay ursprünglich aus Japan und heißt frei übersetzt „Kostümspiel“. Beim Cosplay stellt der Teilnehmer eine Figur aus Manga, Anime, Comic, Film oder Computerspiel durch Kostüm und Verhalten möglichst originalgetreu dar.

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