Bürgermeister Miltz: Baugenehmigung für Windpark „Die Gleiche“ steht kurz bevor

Windräder drehen bald

Norbert Miltz

Ottrau. Nach Informationen des Regierungspräsidiums Kassel und Landrat Winfried Becker steht eine Baugenehmigung des geplanten Windparks „Die Gleiche“ zwischen dem Ottrauer Ortsteil Immichenhain und Schrecksbach kurz bevor. Mit einer positiven Entscheidung sei noch diesen Monat zu rechnen, kündigte Ottraus Bürgermeister Norbert Miltz in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend an.

Demnach soll der Windpark insgesamt fünf Windenergieanlagen umfassen. Ottrau und Schrecksbach beteiligen sich dabei mit jeweils einer eigenen Anlage. Für die Beteiligung der Kommunen soll eine Gesellschaft gegründet werden.

Die zuständige Firma Schüllermann und Partner habe eine dafür notwendige Genehmigungsanzeige bereits Ende Mai beim Schwalm-Eder-Kreis eingereicht. Die Gemeinde Schrecksbach wolle diese Woche nachziehen, berichtete Miltz gegenüber dem Gemeindeparlament. Die Bearbeitungszeit betrage vier bis sechs Wochen. Auch hier sei mit einer positiven Entscheidung zu rechnen, merkte Miltz an. Der geplante Windpark ist seit längerem umfangreich diskutiert worden. Bürgerversammlungen, Informationsabende und Gemeindevertretersitzungen fanden statt. Als Projektierer tritt die EAM Natur auf, Betreiber wird die Energiegenossenschaft Schwalm-Knüll.

Geplant ist, dass zwei Windkraftanlagen zur Bürgerbeteiligung zur Verfügung stehen. Eine Anlage soll die EAM betreiben, mit jeweils einem Windrad wollen sich Ottrau und Schrecksbach beteiligen. Der Baubeginn ist für Oktober geplant.

Positionen der Gemeinden

Zudem teilte Ottraus Bürgermeister in der jüngsten Gemeindevertretersitzung mit, wie sich die Gemeinde bezüglich des Regionalplans für die Erschließung von Vorrangflächen positioniert hat. Da die Gemeinde sowohl vom Regionalplan Mittelhessen des RP Gießen betroffen ist („Elbenröder Dick“, „Hohe Balz“) als auch vom Regionalplan Nordhessen des RP Kassel („Frohnkreuzkopf Rimberg“, „Kohlwald Schrecksbach“, Steinküppel/Gleiche, „Ottrauer Dick“), wiesen die Gemeindevertreter in der Offenlegungsphase auf die Gefahr einer Umzingelung und Bedrängung der Ortsteile Ottrau und Immichenhain hin.

Allerdings wies Bürgermeister Miltz darauf hin, dass es sich nur um eine vorläufige Stellungnahme handele, da naturschutzrechtliche Fachgutachten noch nicht abschließend vorliegen.

Foto: Archiv

Von Daniel Göbel

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