Salzlagerhalle in Schwalmstadt in Betrieb – bisher wurden 300 Tonnen gestreut

Der Winter kann kommen

2500 Tonnen fasst die neue Salzlagerhalle: Silvana Mäder, Leiterin der Straßenmeisterei Schwalmstadt, und ihre Mitarbeiter sind nun gut für den Winter vorbereitet. Foto: Müller

Winterdienste sind verpflichtet, Straßen von Schnee und Eis frei zuhalten. Damit die Straßenmeisterei Schwalmstadt hat jetzt eine größere Salzlagerhalle bekommen.

Schwalmstadt. Der Winter ist nun endlich in Sicht und die Straßenmeisterei Schwalmstadt bestens für die Arbeit gegen Schnee und Eis gerüstet: Seit fünf Monaten ist die neue Salzlagerhalle in Betrieb. Bisher sind nur 300 Tonnen gestreut worden.

Die Halle

Gebaut wurde die Halle, weil die alte zu klein gewesen sei, sagt Silvana Mäder, Leiterin der Straßenmeisterei Schwalmstadt. Die hatte nur Platz für 400 Tonnen Salz - die neue fasst 2500 Tonnen.

Das Salzlager besteht aus Stahlbeton und einem Holzdach, der Boden ist aus Gussasphalt. „Gussasphalt ist unempfindlicher auf die Einwirkung von Salz“, sagt Mäder. Die Innenwände bestehen aus Kunststoff und schützen den Stahl so vor Nässe. Eine Woche hat es gedauert, bis die Halle komplett mit Salz gefüllt war.

Das Salz

Die Straßenmeisterei streut Feuchtsalz, ein Gemisch aus Salz und Lauge. „Das wirkt schneller und wir haben weniger Verlust, weil das Salz durch die Feuchtigkeit auf der Straße haftet.“ Eingelagert wird das Salz bereits im Juni, das sei günstiger. Reicht das nicht aus, werde am nächsten Tag nachgeliefert. „Wenn nicht alles aufgebraucht wird, kann das Salz bis zum nächsten Winter in der Halle bleiben“, sagt die Expertin.

Die Kosten

Eine Tonne Salz koste etwa 100 Euro, sagt Mäder. Das schwanke jedoch von Jahr zu Jahr und richte sich nach der Nachfrage sowie dem Zulieferer.

Das Streuen

Bevor das Salz auf der Straße verteilt wird, fällt es auf einen Streuteller am hinteren Teil des Fahrzeugs und wird dort mit der Lauge gemischt, die aus einem Tank dazu gepumpt wird. „Der Teller dreht sich und verteilt das Salz so auf der ganzen Straße.“ Bei einem Wechsel von Tau und Frost müssten die Mitarbeiter mehr streuen, als bei Schnee. „Wenn alls weiß ist, sehen die Menschen, dass es glatt sein kann.“ Etwa 2000 Tonnen würden in einem normalen Winter verbraucht.

Die Strecke

Die Straßenmeisterei Schwalmstadt muss etwa 380 Kilometer streuen - von Gilserberg über Oberaula und Schwarzenborn bis nach Eudorf erstreckt sich der Zuständigkeitsbereich. „80 Kilometer können wir streuen, bis das Fahrzeug neu beladen werden muss“, sagt Mäder. Die Schichten

In den Wintermonaten ist die Straßenmeisterei sieben Tage in der Woche mit acht Fahrzeugen unterwegs. Der Tag in der Straßenmeisterei sei auf drei Schichten aufgeteilt, damit Mitarbeiter die Bundes-, Landes- und Kreistraßen von 6 bis 22 Uhr frei gehalten werden können. „Das ist unsere Pflicht“, sagt Mäder. (chm)

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