Donnerstag stimmt das Stadtparlament über Neufassung ab

Gebührenordnung für Friedhöfe: Der Tod wird immer teurer

Letzte Ruhe: Die Bestattung auf einem der städtischen Friedhöfe wird teurer, dieses Foto entstand in Treysa. Für die ortsverwalteten Friedhöfe wie in Allendorf und Frankenhain gilt das nicht. Foto: Quehl

Schwalmstadt. Beisetzungen auf den städtischen Friedhöfen Schwalmstadts werden deutlich teurer, wenn die Stadtverordneten zustimmen.

Doch daran besteht kein Zweifel, nachdem der Haupt- und Finanzausschuss am Dienstagabend mit neun Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen grünes Licht gegeben hat.

Die Notwendigkeit der Korrekturen zur Kostendeckung wird von den Fraktionen wohl nicht angezweifelt.

Termin: Öffentliche Stadtverordnetensitzung am 25. Juni ab 19 Uhr, Rathaussaal Ziegenhain.

Ein Sprecher des Wirtschaftsprüfungsunternehmens Strecker, Berger und Partner (Kassel, beauftragt mit einer neuen Gebührenkalkulation) machte im Ausschuss deutlich, dass die Kosten im Zusammenhang mit der Bestattung und Grabnutzung weitaus höher sind, als die Einnahmen aus Gebühren. „Die Anstiege überraschen zunächst“, sagte er, doch nicht zuletzt durch die Umstellung der kommunalen Buchführung auf die Doppik habe sich die Unterdeckung gezeigt. In der Beschlussvorlage für die heutige Parlamentssitzung heißt es, dass sich der Zuschussbedarf auf 120.000 Euro aufgestaut hat. Künftig werden bei Schwalmstädter Trauerfällen zwei wesentlichen Gebühren fällig, nämlich die Grabnutzungsgebühr (dafür entfällt der „Erwerb des Nutzungsrechts“) und die Bestattungsgebühr. Die Friedhofsunterhaltungs- und die Gebühren für Abfallentsorgung und Gießwasser entfallen.

Rechenbeispiel: Bei einer Erdbestattung im Einzelgrab waren bislang 434 Euro an Bestattungsgebühren fällig, diese steigt an auf 1400 Euro. Für dasselbe Grab ist künftig eine Grabnutzungsgebühr von 1310 Euro fällig (alt: 476 Euro). Insgesamt kommen mithin Gebühren in Höhe von 2710 Euro zusammen (alt: 1738 Euro).

Laut Tabelle steigen die Kosten für ein Doppelgrab auf 3290 Euro, für ein Urnengrab auf 1420 Euro. Diese Endpreise werden wohl noch geringfügig sinken, da noch Leistungen an die Kirchengemeinden einzupreisen sind, im Schnitt wird dies aber nur 20 Euro pro Trauerfall ausmachen.

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