1. Startseite
  2. Lokales
  3. Schwalmstadt

Wissenwertes über Kräuter

Erstellt:

Kommentare

Anne Schönfeld informierte an ihrem Stand übe die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Kräutern.
Kräuterexpertin: Anne Schönfeld informierte an ihrem Stand übe die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Kräutern. © Jochen Schneider

Trotz der regnerischen Witterung hatten viele Gäste den Weg nach Willingshausen gefunden, wo am vergangenen Wochenende der Pflanzenmarkt rund um die Dorfmühle stattfand, den der Förderverein Kulturlandschaft Schwalm und der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) Schwalm-Eder auf die Beine gestellt haben.

Willingshausen - Einer der Anziehungspunkte war der Stand der Kräutergärtnerei von Anne Schönfeld, gegenüber des Mühleneingangs. Ihre Pflanzen stammen alle aus eigenem, regionalem Anbau, wachsen im Freiland und sind daher an das Klima in unseren Breitengraden angepasst. Weiter legt die Schwälmer Kräuterfee Wert darauf, keine chemischen Düngemittel zu verwenden, denn sie ist der Ansicht, dass dies die Natur richtet, da ihr Nachhaltigkeit sehr wichtig ist.

Gegen Migräne konnte man bei ihr Mutterkraut kaufen, denn es lindert die Begleiterscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen. Auch die Knoblauchsrauke fand Nachfrager und gilt als ältestes einheimisches Gewürz.

Doch wann ist die beste Zeit, um Gewürze und Kräuter in die Erde zu bringen? „Das geht relativ problemlos das ganze Jahr über“, weiß Anne Schönfeld, die mit ihrem Stand auch regelmäßig auf dem Wochenmarkt in Treysa und dem Feierabendmarkt in Alsfeld anzutreffen ist.

Schräg gegenüber stand der Basteltisch des BUND, an dem Pia Leichtle Erwachsene und Kinder begrüßt, um mit ihnen aus Zeitungspapier Töpfe zu basteln, die dann mit Pflanzen oder Sonnenblumenkernen in die Erde gesetzt werden. „Dort zersetzen sie sich, denn heutzutage ist die Druckerschwärze der Zeitungen nicht mehr giftig wie in früheren Zeiten“, berichtet das BUND-Mitglied.

An der nächsten Ecke hatte Alfred Kuhn seinen Stand aufgebaut. Er ist staatlicher Vogelschutzbeauftragter und Hobbyornithologe sowie als Naturschützer für die Gesamtgemeinde Willingshausen im Einsatz. Ihn ruft das Bauamt, wenn Rodungsarbeiten anstehen und nicht sicher ist, ob sich in den Gehölzen und Bäumen noch Nester befinden.

Gemeinsam mit einem Freund bot er Vogelhäuser und Nisthöhlen an, hat ferner auch ein eigen entwickeltes Insektenheim im Programm.

Auf dem Weg hinter die Mühle begrüßte einen ein durchdringender Hahnenruf, führt weiter vorbei an Schwäbisch-Hallischen Kreuzungsschweinen, während sich die Fuchsschafe über das frische Grün des Rasens hermachen. „Das ist Land pur“, wie einjunge Vater aus Remsfeld angereist, seinem Nachwuchs erklärt, den am meisten die Hähne und Hennen interessieren.

Die Gärtner hatten sich inzwischen am Stand mit den Tomaten und Gemüsepflanzen eingefunden und fachsimpelten über Anbau, Aussaat und Ernteerfolge.

Im Dorfladen von Susanne Korte (Öffnungszeiten samstags, 10-13 Uhr) gab es Biolandprodukte aus ökologischem Anbau.

Neben Geschenkartikeln konnte dort Schafwolltextilien und Naturkostwaren wie Honig, Getreide und Körner erworben werden.

Von Jochen Schneider

Auch interessant

Kommentare