Hausbewohner und ein Besucher erstickten im Rauch

Zwei Tote nach Wohnhausbrand -  Ursache: eingeschaltete Herdplatte

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Die Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort

Frielendorf. Eine eingeschaltete Herdplatte war vermutlich die Ursache für den Schwelbrand im Frielendorfer Ortsteil Spieskappel, bei dem zwei Männer ums Leben kamen. Sie starben

an einer Rauchgasvergiftung, wie die Polizei am Abend mitteilte. Ein Sprecher sagte, die Obduktion der Leichen des 47-jährigen Mieters des Hauses und eines 25-jährigen Besuchers "ergab als Todesursache eindeutig eine Rauchgasvergiftung. Spuren von Gewalt- oder Fremdeinwirkung wurden nicht festgestellt".

Beamte der Homberger Kripo und des Hessischen Landeskriminalamtes hatten im Laufe des Tages die Brandstelle untersucht. Feuerwehrleute hatten einen Bereich des Ceran-Kochfeldes eingeschaltet vorgefunden. Vermutlich, so sagt die Polizei, hatten die beiden Männer das Essen nochmal aufgewärmt und auf der Herdplatte vergessen.

Über die Dunstabzugshaube breiteten sich die Flammen in der Küche aus. Auch der Flur und das gegenüberliegende Wohnzimmer wurden durch die Hitzeeinwirkung stark in Mitleidenschaft gezogen.

Gegen 8 Uhr hatte eine Passantin Rauch aus dem Haus in der Klosterstraße dringen sehen. Als die ersten Einsatzkräfte an der Brandstelle eintrafen, schlugen die Flammen bereits aus einem Raum im Erdgeschoss, sagte Einsatzleiter Norbert Mühling, Gemeindebrandinspektor von Frielendorf.

Video von den Einsatzarbeiten

Mit schwerem Atemschutz drangen die Einsatzkräfte in das Haus ein und fanden dort die zwei Männer vor, die sie ins Freie brachten und an die Helfer vom Rettungsdienst übergaben. Trotz Reanimationsversuchen musste der Notarzt den Tod der Männer feststellen.

Das Feuer im Küchenbereich löschte die Feuerwehr schnell. Mit einer Wärmebildkamera durchsuchten die Einsatzkräfte die Räume nach Brandnestern. Nach Angaben von Einsatzleiter Norbert Mühling waren insgesamt 70 Einsatzkräfte der Feuerwehren mit 13 Fahrzeugen im Einsatz, dazu zwei Rettungswagen und zwei Notärzte sowie ein Notfallseelsorger. Der angeforderte Rettungshubschrauber wurde nicht mehr benötigt.

Die Löscharbeiten gestalteten sich wegen der kalten Witterung äußerst schwierig. Es kam zu starker Glatteisbildung. Die Polizei schätzt den Schaden auf 80.000 Euro. (syg/zzp)

Bilder des Feuerwehreinsatzes

Zwei Tote bei Wohnhausbrand

 © zerhau
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Schwieriger Einsatz für die Feuerwehrleute

Äußerlich sichtbar ist lediglich eine zerborstene Fensterscheibe. Das Drama hatte sich im Inneren des Hauses in der Spieskappeler Klosterstraße abgespielt. Zwei Männer im Alter von 25 und 47 Jahren waren im Rauch erstickt, vermutlich im Schlaf. Als Ursache vermutet die Polizei einen Schwelbrand in der Küche. Es ist das traurige Ende eines Nachbarschaftstreffens: Nach Angaben der Polizei besuchte der 25-jährige bereits am Dienstagabend den Nachbarn seiner Mutter. Laut Polizei soll er dort die Nacht verbracht haben. Dass sich in der Nacht im Haus eine Katastrophe abspielte, blieb zunächst unbemerkt. Erst gegen Morgen bemerkte eine Passantin dichten Rauch, der aus dem Haus drang. Für die Feuerwehrleute sei es ein Gang ins Ungewisse gewesen, sagt Michael Bühn, stellvertretender Gemeindebrandinspektor in Frielendorf. Mit schwerem Atemschutzgerät seien sie ins Haus eingedrungen. Dichter Rauch sorgte für absolute Dunkelheit. Die Männer durchsuchten Zimmer für Zimmer. Wie viele Personen sich im Haus befanden, wussten die Einsatzkräfte nicht. Aus dem Raum links neben dem Eingang, vermutlich dem Küchenbereich, schlugen Flammen. In einem Raum im Erdgeschoss, wahrscheinlich im Schlafzimmer, fanden sie schließlich den 47-jährigen Hausbewohner. Sein 25-jähriger Besucher lag im Wohnzimmer. Rettungskräfte versuchten vergeblich, die beiden Männer wiederzubeleben. Der angeforderte Hubschrauber wurde nicht mehr benötigt. Der Notarzt stellte den Tod der Männer fest. Die Ursache für den Brand ist noch nicht bekannt. Zu den Ermittlungen wurde das Landeskriminalamt hinzugezogen.

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