Fest wird zum 291. Mail gefeiert

Die Aussteller bereiten sich auf die Salatkirmes Ziegenhain vor

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Aussteller Holger Berger (58) aus Kassel baut in Ziegenhain sein Kinderkarussell auf.

Platzwart Andreas Krüger und Aussteller Holger Berger geben einen Einblick in die Vorbereitungen zum Fest auf dem Parkplatz an der Landgraf-Philipp-Straße.

Fünf Stunden dauert es, bis das Kinderkarussell von Holger Berger fertig aufgebaut ist. Normalerweise. „Heute machen wir auch Pflegearbeiten und werden den ganzen Tag beschäftigt sein“, erklärt der 58-jährige Schausteller. Es ist Dienstagvormittag. Bei fast 30 Grad und wolkenfreiem Himmel justieren Berger und seine Mitarbeiter den großen Hänger mit dem Karussell. Die pinke Farbe auf dem Asphalt markiert den Stellplatz.

Aufbau hat am Montag begonnen

Auf dem großen Parkplatz an der Landgraf-Philipp-Straße in Ziegenhain laufen die Vorbereitungen für die Salatkirmes. Seit Montag trudeln die Aussteller mit ihren mobilen Geschäften ein. 

Dieses Jahr wird die Kirmes zum 291. Mal gefeiert. Traditionell findet sie 14 Tage nach Pfingsten statt.

Aussteller Holger Berger (58) aus Kassel baut in Ziegenhain sein Kinderkarussell auf.

Die Planung und die Auswahl der Aussteller haben aber bereits ein dreiviertel Jahr vorher begonnen, berichtet Andreas Krüger. Der 45-Jährige arbeitet beim Ordnungsamt in Ziegenhain und ist seit acht Jahren als Platzwart für die Salatkirmes zuständig. 

„Vergangenes Jahr habe ich eine Vorauswahl der Geschäfte getroffen. Der Kirmesausschuss entscheidet dann, ob sie passen oder nicht.“ Neue Geschäfte zu finden, wird jedoch immer schwieriger.

Seit 14 Jahren bei der Salatkirmes

Holger Berger nimmt bereits seit einigen Jahren mit seinem Kinderkarussell an der Salatkirmes teil. Vor 14 Jahren hat er das Fahrgeschäft und den Platz auf der Kirmes von der Familie Rudolph übernommen. 

„Inzwischen haben wir aber ein neues Karussell“, sagt Berger. Es ist nicht das Einzige. An diesem Wochenende steht ein weiteres Karussell des 58-Jährigen in Kassel auf dem Altstadtfest. „An Pfingsten hatte ich sogar drei im Einsatz“, so der Aussteller. Unter anderem auf dem Hessentag. 

Stressig wird es, wenn alle Fahrgeschäfte etwa zur gleichen Zeit auf- oder abgebaut werden müssen. „Das bin ich gewöhnt, das ist mein Job“, merkt Berger gelassen an.

Ansprechpartner rund um die Uhr 

Seit Montag ist Andreas Krüger regelmäßig auf dem Platz. Das gehört zu seinem Job als Platzwart. Er koordiniert als Ansprechpartner den Aufbau. Während der Kirmes gilt das auch nachts. 

„Wenn ich nicht hier bin, bin ich zumindest telefonisch erreichbar“, so der 45-Jährige.

Leicht ist seine Arbeit nicht. „Am Montag hat ein Aussteller abgesagt, der mit zwei Wagen kommen wollte“, so Krüger. Das ärgert ihn. 

Andreas Krüger, Platzwart

Denn so kurzfristig ist es fast unmöglich, Ersatz zu finden: „Das Publikum sieht die leeren Plätze und denkt, da ist nichts los“. 

Dennoch macht dem Platzwart seine Arbeit Spaß und er mag den Umgang mit den Schaustellern. „Wenn die Besucher kommen und sich über den Platz und das Angebot freuen, das ist dann der Lohn für die Arbeit.“

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