Museum der Schwalm 

Malerei, die keine Grenzen kennt 

Die Ausstellung dauert noch bis zum 20. Juni, von links Sieglinde Berends, Diethard Bersch und Helmut Brenzel nahmen fürs Foto kurz den Mundschutz ab.
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Die Ausstellung dauert noch bis zum 20. Juni, von links Sieglinde Berends, Diethard Bersch und Helmut Brenzel nahmen fürs Foto kurz den Mundschutz ab.

Es ist wieder Leben eingekehrt in das Museum der Schwalm: Am Sonntag eröffnete die Künstlergruppe „Neue Brücke“ eine Bilder- und Skulpturenschau im Obergeschoss des Museums.

Die Ausstellung mit dem Titel „Sinnesspiegelungen“ besticht auf beeindruckende Weise durch unterschiedliche Maltechniken.

Zu sehen sind Stadt- und Landschaftsbilder sowie Stillleben und abstrakte Malerei. Bilder der Schwalm wie die naturgetreue Ansicht des Museums der Schwalm von Diethard Bersch oder die in ihrer Farb- und Formengebung fast mit Fotografie zu verwechselnden Landschaftsbilder von Erika Schneider. Aber auch weit über die Grenzen der Schwalm hinaus, wie etwa Strandszenen von der Insel Sylt von Sieglinde Berends. Und nicht selten führte auch ein Schelm im Nacken den Pinselstrich, wie bei Barbara Berschs Donald Trump als Freiheitsstatue von New York etwa - Satire pur. Die Homberger Künstlerin und Pädagogin Dietlind Henss lobte in ihrer Laudation das Engagement von Diethard und Barbara Bersch und stellte jeden Künstler einzeln vor. Bersch ist seit 15 Jahren Vorsitzender der Künstlergruppe und hatte auch die von 25 Besuchern begleitete Ausstellungseröffnung organisiert.

Ohne Kultur geht es nicht 

„Wir hatten erst Zweifel, die Schau zu zeigen, aber ganz ohne Kultur geht es auf Dauer auch nicht“, so Barbara Bersch. Gerade in dieser Zeit sei das Malen ein hilfreiches Mittel, einmal abzuschalten, sagt Helmut Brenzel.

Durch das künstlerische Arbeiten sehe man die Natur mit anderen Augen, und das nicht erst seit Corona, so Sieglinde Berends. Barbara Bersch arbeitet nach einer Exkursion nach Frankreich vor einigen Jahren hauptsächlich mit Gouache. Helmut Brenzel hingegen benutzt Acrylfarbe als Standardmalmittel, Pinsel und Spachtel sind seine Haupt-Malwerkzeuge.

"Malen kennt keine Grenzen" 

Sieglinde Berends besticht durch sehr unterschiedliche Arbeiten, Landschaftsansichten und Stillleben, von abstrakt bis detailgenau. Wasser und Feuer, Licht und Schatten sind die typischen Bildthemen von Edgar Freitag. Diethard Bersch hingegen hält präzise mit Pinsel und Farbe arbeitend Stadtansichten Schwalmstadts fest.

Roswitha Lange begleitet innerlich die Reisen ihres Sohnes in die weite Welt, zu bewundern bei dem Bild Dubai mit seiner Sky-Line.

Erika Schneider malt am liebsten mit Öl. „Malen kennt keine Grenzen“, sagt sie. Heinrich Horst experimentiert mit allen möglichen Malmedien, Druckfarbresten und sogar Moorlaugen und nimmt dabei Stift, Pinsel, Spachtel zur Hand.

Nicht nur Gemälde, sondern auch Skulpturen zu sehen 

Heidemarie Lohrengels Stil ist geprägt von dem Anspruch, „mit schönen Farbnuancen sich selbst zu verwirklichen“.

Helmut Fälber ist der einzige Künstler, der nicht mit Bildern, sondern mit Skulpturen in der Ausstellung vertreten ist. „Mich interessiert alles, was künstlerische Ausdrucksformen hat“, sagt er über sich - und seine Werke sagen es auch aus.

Ausstellung bis Samstag, 20. Juni, während der Öffnungszeiten des Museums der Schwalm. Besucher müssen Mundschutz tragen.

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