DRK braucht mehr Platz

Baustart für die neue Rettungswache des DRK-Kreisverbands Schwalm-Eder

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Platzt aus allen Nähten: Im DRK-Gebäude an der Robert-Koch-Straße in Ziegenhain fehlt es an Räumlichkeiten. Deshalb bekommt die Rettungswache jetzt einen Neubau im Gewerbegebiet Saure Wiesen.

Schwalmstadt. Wegen akuter Platznot in den aktuellen Räumlichkeiten an der Robert-Koch-Straße in Ziegenhain soll die Rettungswache des DRK-Kreisverbands Schwalm-Eder einen Neubau im Gewerbegebiet Saure Wiesen bekommen.

Die Bauarbeiten für den 2,85 Millionen Euro teuren Neubau sollen jetzt Ende Mai, Anfang Juni starten.

Die Verwaltung wird allerdings in den Räumen in der Robert-Koch-Straße bleiben, sagte DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau. Das Gebäude wurde in den 1960er-Jahren errichtet. Damals waren dort noch drei Wohnungen untergebracht, die wegen des stetig wachsenden Personals jedoch nach und nach aufgegeben werden mussten. „Durch die beengte Situation ist eine zeitgemäße Unterbringung des Rettungsdiensts derzeit überhaupt nicht möglich. Deshalb mussten wir handeln“, sagt Manfred Lau.

8100 Quadratmeter großes Grundstück gekauft

Vor etwa drei Jahren habe es dann die ersten Überlegungen für einen neuen Standort gegeben, erläutert Lau. Das DRK habe sich dann für den Kauf des 8100 Quadratmeter großen Grundstücks an der Straße Saure Wiesen Ecke Krusborn im Ziegenhainer Gewerbegebiet entschieden. Zuvor gehörte das Grundstück der Hephata Diakonie, wurde aber nicht genutzt. Auf einer Nutzfläche von rund 1200 Quadratmetern soll ein Gebäude mit Schulungs-, Schlaf-, Umkleide- und Sanitärräumen entstehen. Dazu kommen Büros und ein Aufenthaltsraum mit Küche. Die Garagen bieten künftig Platz für acht Fahrzeuge. Außerdem wird es eine Desinfektionsschleuse geben für Sanitäter, die gerade vom Dienst kommen.

Wenn alles nach Plan verläuft, soll die neue Rettungswache für den Altkreis Ziegenhain in gut einem Jahr bezugsfertig sein, schätzt Lau. Zunächst werde jetzt mit den Erdarbeiten angefangen, so dass der Rohbau bis zum Herbst steht.

Enge Räume: DRK-Kreisgeschäftsführer Manfred Lau zeigt die Umkleide, die sich 17 Frauen teilen müssen.

Weiterer Standort ist unumgänglich

Mit dem Umzug der Rettungswache erhofft sich der DRK-Kreisverband Schwalm-Eder eine deutliche Entlastung am Standort Ziegenhain. Denn die Arbeitsbedingungen in den beengten Räumlichkeiten seien alles andere als zeitgemäß, erklärt Kreisgeschäftsführer Manfred Lau. So gibt es für das gesamte Personal nur eine einzige vier Quadratmeter winzige Dusche. Eine Desinfektionsschleuse ist aus Platznot gar nicht vorhanden. Zudem sind die Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge in den Garagen zu klein. Die Umkleideräume mussten aus Platzgründen schon in den Keller verlegt werden – und sind für die Menge an Mitarbeitern ebenfalls zu eng. Dazu kommt, dass der Standort an der Robert-Koch-Straße mitten im Wohngebiet liegt. „Als das Gebäude in den 1960er-Jahren Anstand, war es hier größtenteils noch unbebaut“, erklärte Lau. Zwar gebe es keine Beschwerden von Anwohnern wegen möglichen Lärms. Dies alles habe aber dazu geführt, dass ein weiterer Standort unumgänglich sei.

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