Endlich wieder Eis genießen 

Mit Abstand in der Schlange das Eis abholen: Verkauf am Fenster und mit Schutzmaßnahmen

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Haben alle Hände voll zu tun: Die Schwestern Paula (links) und Alice Gurini verteilen im Familienbetrieb „Da Giorgios“ in Ziegenhain jede Menge Eis im Becher. Verschiedenste Sorten gibt es hier mit Schutzhandschuhen, unter einer Plexiglasscheibe durchgereicht, und ab Montag auch mit Schutzmaske.

Endlich gibt es wieder Eis zu kaufen. Wenn auch nur durchs Ausgabefenster und ohne Verweilen am Tisch. Dabei gehört gerade das zum Eisessen dazu: Gemütlich in der Sonne sitzen, dabei das Eis genießen und die Seele baumeln lassen.

Doch auch in diesem Vorhaben macht das Coronavirus den Menschen im Schwalm-Eder-Kreis einen Strich durch die Rechnung. „Aber Hauptsache wir dürfen wieder mit dem Verkauf beginnen“, sagt Inhaber Giorgio Gurini von „Da Giorgio“ aus Ziegenhain.

Er beobachte seit der Wiedereröffnung genau, wie sich die Leute nach dem Eiskauf verhalten: „Keiner versammelt sich in größeren Gruppen auf dem Alleeplatz. Alle gehen oder fahren sofort mit ihrem Eis weg.“

Es gibt alle Eissorten zu kaufen

In der Eis-Venezia in Neukirchen sieht es ähnlich aus. Der Verkauf lief nach Aussage von Thomas Casado gut an, doch auch er findet es schade, dass seine Gäste sich nicht aufhalten dürfen: „Ich wäre glücklicher, wenn sie ihr Eis in der Sonne am Tisch genießen könnten“, sagt Casado. Bei ihm gibt es trotz Corona das gesamte Angebot an Eissorten zu kaufen.

Casado und sein Personal tragen bei der Ausgabe Handschuhe sowie Mundschutz. Außerdem habe er eine Art Kreisverkehr in der Eisdiele angelegt: „Es geht zur einen Tür rein, zur anderen wieder raus“, sagt Casado. Somit sei der Abstand gewährleistet. Bei Casado kann das Eis sowohl am Fenster als auch im beschriebenen Kreisverkehr in der Eisdiele abgeholt werden.

Jeder achtet auf den nötigen Abstand

Am Alleeplatz in Ziegenhain sind laut Giorgio Gurini all seine Gäste vorsichtig. Jeder einzelne achte auf den Abstand in der Warteschlange. Nicht nur die Erwachsenen, auch die Kinder seien sich der außergewöhnlichen Situation bewusst.

Als Gurini vergangenen Samstag die Plexiglasscheibe an sein Verkaufsfenster anbrachte, habe ihn sofort eine Passantin angesprochen: „Sie fragte ganz euphorisch, ob ich endlich wieder öffne“, berichtet er. In dieser Situation wurde dem Eisdielenbetreiber bewusst, wie sehr sich die Gäste wieder auf ein Eis freuen.

Die gesamte Familie arbeitet mit 

Trotz der coronabedingten Einschränkungen war so zum Beispiel am Donnerstagnachmittag viel zu tun. Gurinis Kinder, Paula und Alice, verteilten fleißig das Eis. In der Schlange hielt jeder Abstand und holte sich dann seine Kugeln Eis im Becher ab. „Eis in der Waffel ist derzeit nicht möglich“, so Paula Gurini freundlich zu einem Kunden. Für den war das gar kein Problem, dann nehme er sein Eis eben im Becher. „Hauptsache wieder Eis“, sagte er und schlenderte glücklich mit dem Becher davon.

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