Seit Jahren ein Thema

Müll vor Grundschule Ziegenhain: Runder Tisch soll Probleme lösen

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Aus drei Richtungen frei zugänglich: Nachmittags, abends aber nachts ist auf dem Schulhof an der Allee einiges los, auch im Schutz des Arkadengangs an der breiten Front des Gebäudes. Einige der Nutzer hinterlassen Schmutz, Schmierereien und Scherben. 

Ziegenhain. Zersplitterte Flaschen, Erbrochenes, abgefackelter Müll, rechtsradikale Schmiereien – die Liste von Hinterlassenschaften vor der Grundschule Ziegenhain ist lang. 

Jetzt soll ein groß angelegter neuer Versuch unternommen, der Probleme Herr zu werden – durch einen Runden Tisch mit zahlreichen Vertretern von der Polizei bis zum Landkreis.

Der Dringlichkeitsvorschlag kam diese Woche vonseiten der FDP- und der FWG-Fraktion, er wurde mit breiter Zustimmung kurzfristig auf die Tagesordnung der Stadtverornetensitzung am Donnerstag in Ziegenhain genommen. 

FDP-Sprecher Dr. Constantin Schmitt unterstrich in der Antragsbegründung, dass die Lage für die Grundschüler regelmäßig gefährlich ist, vom Glasbruch bis zur Naziparole, bislang habe allerdings keine Ansprache oder Maßnahme gefruchtet. Eine einfache Lösung könne es indes nicht geben, etwa die Aufstellung eines Schildes, das die gesamte Öffentlichkeit aussperrt und jedes Betreten zum Hausfriedensbruch machen würde. 

Das Verhalten einzelner dürfe sich nicht so auswirken, dass Kinder, Jugendliche und Familien das Areal überhaupt nicht mehr nutzen könnten, „der Platz ist mehr als ein Schulhof“. Schmitt forderte zugleich eine „große Lösung“ mit maximaler Wirkung, die dann auch die „Chance der exemplarischen Wirkung“ an anderen Brennpunkten im Stadtgebiet beinhalten könne.

Das Stadtparlament stimmte einhellig für die Bildung des Runden Tisches durch den Magistrat. Einzubeziehen sind der Landkreis (Schulträger), der Ortsbeirat, die Stadtjugendpflege, das Ordungsamt, die Polizei, der Jugendausschuss sowie die Grundschule selbst.

Hintergrund: Ärgernisse seit Jahren ein Thema

Um die Ärgernisse rund um die Grundschule Ziegenhain geht es seit vielen Jahren. Die Vandalismusschäden treten periodisch auf, manchmal auch im Umfeld von Veranstaltungen in der benachbarten Kulturhalle. Es gab schon Versuche mit Vergrämungspiepern. Als der Landkreis als Beschäftigungsmaßnahme einen Sicherheitsdienst patrouilleren ließ, besserte sich Lage eine Zeitlang deutlich. Polizei und Ordnungsamt äußerten in der Vergangenheit allerdings auch, dass es sich um gar keinen besonderen Brennpunkt in der Stadt handele.

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