Blüten vor der Betriebstür

C.H.Schmitt-Stiftung hat Blühflächen  auf Konvekta-Firmengelände angelegt

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Freude über das Blumenmeer: von links Christina Hoos (Stiftungsvorstand), Carl Heinrich Schmitt (Stiftungsgründer) und Hildegard Meckbach, ebenfalls vom Stiftungsvorstand.

Ziegenhain. Bunte Wiesenblumen empfangen Mitarbeiter und Kunden auf dem Konvekta-Firmengelände.

Dort, wo all die Jahre eintönige Rasenflächen lagen, erstrahlt es in allen Farben der Natur, es brummt und summt in allen Ecken. 

„Beim Autofahren fiel mir bewusst auf, dass immer weniger Insekten auf der Windschutzscheibe landeten. Für mich ein Schlüsselerlebnis, aktiv etwas gegen das allgemeine Insektensterben zu tun“, erklärte Carl Heinrich Schmitt, Stifter der Konvekta-C.H.Schmitt-Stiftung, der sich nach dieser Erkenntnis auf die Suche nach Beratern zur Anlage von Blühwiesen machte.

Trockenheit machte Saat zu schaffen

Im Netzwerk „Blühende Landschaft“ fand der Stiftungsvorstand Fachkundige, die passende Saaten für die Bodenbedingungen empfahlen und Tipps zur Bearbeitung gaben. Der Rasen wurde gefräst und eine mehrjährige Sommerblumenmischung mit Kornblumen, Feuermohn, Gemeinem Natterkopf, rauem Sonnenhut und vielen weiteren Arten gesät. 

„Lange schien es, als würde nichts draus werden. Die Trockenheit machte der Saat zu schaffen“, so Schmitt. Im Winter hatte das Unternehmen einen Aufruf gestartet und nach nutzbaren Flächenangeboten gefragt. 

„Die Resonanz war überwältigend“, meinte Stiftungsvorstand Christina Hoos. Letztendlich wurden beim ersten Probelauf fünf Flächen eingesät. Drei auf eigenem Firmengelände, zwei in den Schwälmer Auwiesen. Die Wiesen hätten unter der Trockenheit gelitten, hier sei kaum etwas aufgegangen, rund um den Verwaltungssitz aber blüht es in allen Farben.

Schmetterlinge kommen

„Die Mitarbeiter tragen zur Mittagspause ihre Stühle nach draußen. Einen Effekt, den wir gar nicht bedacht hatten“, freute sich Hildegard Meckbach, ebenfalls Stiftungsvorstand. Zunächst hätte man viele weiße Schmetterlinge und ganz unterschiedliche Bienenarten beobachten können. „Mir fehlten jedoch die schönen bunten Exemplare, die ich von früher kannte“, gestand Schmitt. Inzwischen tummeln sich auch mehrfarbige Falter auf den Flächen.

Fürs kommende Jahr plant die Stiftung weitere Flächen in den Auwiesen in Zusammenarbeit mit der Unteren Wasserbehörde anzulegen. Die Bienen bräuchten zum Arterhalt großzügig verteilte Inselflächen mit einer Größe von gut 500 Quadratmetern.

Zudem möchte Schmitt auch Vogelschutzhecken anlegen lassen und dafür beispielsweise Brachen erwerben. „Auch die Konvekta AG hat die Umwelt im Blick. Seit mehr als 20 Jahren forschen wir an einem umweltfreundlichen Kältemittel. Von vielen über Jahrzehnte verspottet, geht die Entwicklung nun in Produktion“, freut sich der 87-jährige Schmitt.

Viele Mitarbeiter überlegten, das Firmenprojekt der Blühflächen aufs heimische Terrain zu übertragen. „Wir müssen auch die junge Generation sensibilisieren. Wir möchten Schulen Materialien zum Insektenhotelbau zur Verfügung stellen“, so eine weitere Idee des Stiftungsteams.

Von Regina Dörhöfer

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