Patres auf neuen Wegen

Ziegenhain verabschiedet Pastor Pasko und Kaplan Wieczorek

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Beim Abschied am Sonntag: Kaplan Florian Wieczorek (von links), Katja Winter, Sprecherin des Pfarrgemeinderats, und Pastor Piotr Pasko nach den Feierlichkeiten in der kleinen Kirchenkappelle.

Eine Ära geht zu Ende, das Oblatenkloster in Ziegenhain wird geschlossen. Gläubige verabschiedeten die letzten beiden Patres.

Bei einem feierlichen Gottesdienst in der Sankt Josef Kirche in Ziegenhain wurden Pastor Piotr Pasko und Kaplan Florian Wieczorek, Mitglieder der Kommunität Maria Hilf aus dem Oblatenkloster in Ziegenhain, verabschiedet. Dankbar und erwartungsvoll sehen die Patres nun einem neuen Lebensabschnitt entgegen.

Bereits im Osterpfarrbrief kündigte Pfarrer Pasko seinen Abschied zum Ende des Monats Juli an. Er wird nun zum Oblatenkloster nach Zwickau versetzt, um dort im Seelsorgeteam sein priesterliches Leben weiter zu vertiefen. Über 14 Jahre war der Pater in der Schwalm seelsorgerisch aktiv – und er schaut gerne auf diese Zeit zurück. 2005 wurde er als Pfarrer in Neukirchen eingeführt und hat 2009 die Pfarrstelle in Ziegenhain mit Trutzhain übernommen.

Im selben Jahr holte er auch die Oblatenkommunität nach Schwalmstadt und übernahm die Seelsorge zusammen mit zwei Priestern und einem Bruder für die Gemeinden Ziegenhain, Frielendorf, Neukirchen, Trutzhain, Schrecksbach und Oberaula.

Dank für Humor und frische Ideen

Katja Winter, Sprecherin des Pfarrgemeinderates, beschrieb ihn am Sonntag als lustigen, lockeren dabei aber auch traditionsverbundenen Priester. Rückblickend äußerte sich Pfarrer Pasko im Pfarrbrief 2019 über seine Jahre in der Schwalm: „In dieser langen Zeit konnte ich die verschiedensten Erfahrungen für mein priesterliches und gemeinschaftliches Leben sammeln. Meine Zeit hier hat auch mein Leben verändert. Ich möchte die schönen Erinnerungen mitnehmen und für das, was vielleicht nicht ganz gelungen ist, um Entschuldigung bitten.“

Pater Florian Wieczorek wurde am 1. August 2009 als Kaplan in den Pastoralverbund Maria Hilf - Schwalmstadt aufgenommen. Katja Winter lobte seine ruhige und freundliche Art und bedankte sich für die vielen frischen, neuen Ideen, die der Pastor auf den Weg gebracht hat.

Er wurde nun in seine Heimat Oppeln zurückberufen, wo er mit drei Mitbrüdern auf Bitte des dortigen Bischofs eine neue Pfarrei gründen und eine Kirche mit einem kleinen Kloster bauen darf. Pater Wiecorek: „Wo eine Tür zugeht, wird eine andere aufgemacht. Auf das, was die Zukunft bringen mag, bin ich sehr gespannt.“

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es zahlreiche Danksagungen und lobende Worte.

Beide Patres durften sich über viele Geschenke freuen, welche sie auf ihrem weiteren Weg an die schöne Zeit in der Schwalm erinnern sollen. Der herzliche Abschied der Patres klang bei einem Pfarrfest in einem schönen Rahmen aus.

Das Oblatenkloster Maria Hilf

Der Heilige Eugen von Mazenod (1782-1861) war Ordensgründer der Oblaten. Sein Wahlspruch „Den Armen die frohe Botschaft zu verkünden, hat mich der Herr gesandt“ bleibt für die Oblaten Ziel und Herausforderung zugleich. 1826 bestätigte der Papst die Missionarsgruppe als Orden mit dem Namen „Oblaten (Geweihte) der Makellosen Jungfrau Maria“. Oblaten bedeutet übersetzt „darbringen“ oder „weihen“. Ein Oblate ist jemand, der sich einem bestimmten Lebensziel und entsprechender Lebensweise geweiht hat. 

In Ziegenhain wurde 2009 eine Oblatenkommunität mit drei Mitbrüdern gegründet. Die drei Patres waren in der Pfarr- und Wallfahrtsseelsorge beschäftigt, Ansprechpartner für ihre Gemeindemitglieder und Stützen für die Kirchen. Die Ökumenische Zusammenarbeit lag ihnen besonders am Herzen. Das Kloster wird zum 31. Juli geschlossen.

Von Ute Anemone Lorenz

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