Heidelmann erweitert Betriebsgelände

Ziegenhainer Gewerbegebiet beschlossene Sache

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Im Gewerbegebiet Saure Wiesen West dürfen 18 Meter hohe Gebäude gebaut werden. Unser Bild zeigt die bestehenden Hallen der Spedition Heidelmann auf der gegenüberliegenden Seite der Bundesstraße. 

Geht alles nach Plan, wird sich der Blick für Autofahrer die von der Joneleit-Kreuzung kommend Richtung Treysa fahren, in den nächsten Monaten grundlegend verändern.

Mit 26 Ja- und einer Nein-Stimme beschloss Schwalmstadts Stadtverordnetenversammlung jüngst die Billigung des Bebauungsplans Nummer 41 Saure Wiesen West. Ein Stadtverordneter enthielt sich.

Damit kann die Spedition Heidelmann entlang der Bundesstraße 454 weitere Lagermöglichkeiten schaffen. Schon seit Längerem – einen ersten Bebauungsplanentwurf gab es bereits 2016 – hat das Unternehmen Bedarf an Erweiterungsflächen. Man rede von einer Millioneninvestition im zweistelligen Bereich, sagte Schwalmstadts Bürgermeister Stefan Pinhard: „Der Beschluss ist der Startschuss für das Projekt.“

Lücke soll geschlossen werden

Die Erschließung des neuen Gewerbegebiets soll von Osten über die nach Allendorf/Landsburg führende Landstraße erfolgen. Zudem ist nach Westen eine Anbindung an die Straße In der Aue, die wiederum an die Bundesstraße angeschlossen ist, geplant.

Mit dem neuen Gewerbegebiet wird eine Lücke zwischen den bereits vorhandenen Gewerbe- und Industrieansiedlungen im Osten und Süden geschlossen. Die Baufläche im Gebiet Saure Wiesen West umfasst rund 10,5 Hektar. Gebäude und Hallen, die auf der Fläche gebaut werden, dürfen maximal 18 Meter hoch werden.

Erhebliche Belastung durch Lkw?

Die Debatte zu der Beschlussvorlage war am Donnerstagabend kurz. Lediglich Ruth Engelbrecht äußerte sich – auch mit Blick auf die möglichen Ausmaße der Hallen – kritisch. Sie frage sich, in welche Richtung die Lkw zukünftig fahren werden, so die Abgeordnete der Grünen: „Das führt zu einer erheblichen Belastung.“ Engelbrecht warf auch die Frage auf, warum der Logistiker nicht in dem geplanten Gewerbegebiet an der Autobahn 49 baue.

Eigentlich habe er nichts zu dem Tagesordnungspunkt sagen wollen, aber die Kritik von Ruth Engelbrecht könne er nicht so einfach im Raum stehen lassen, erklärte Michael Knoche von den Freien Wählern. Man solle doch nicht vergessen, wo das Geld herkomme, das man als Stadt zur Verfügung habe, meinte der Stadtverordnete und sprach sich für das neue Gewerbegebiet aus: „Ohne dieses Geld können wir auch keine Blumenwiesen anlegen.“

Erschließungsarbeiten können beginnen

Mit dem Beschluss der Stadtverordneten können die Erschließungsarbeiten auf dem insgesamt 14,5 Hektar großen Areal beginnen.

Begrenzt wird das Areal Saure Wiesen West von der Bundesstraße 454 und dem Bahndamm der ehemaligen Kanonenbahn im Süden.

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