Der Kasseler Rechtsanwalt Dr. Bernd Hoppe will auf den Willingshäuser Rathaussessel

Ihn zieht es in die Schwalm

Will einiges ändern, aber nicht alles: Der Kasseler Rechtsanwalt Dr. Bernd Hoppe möchte Bürgermeister in Willingshausen werden. Foto: Grede

Willingshausen. Dr. Bernd Hoppe hat etwas vor. Als parteiloser Kandidat der SPD in Willingshausen will er Bürgermeister in Willingshausen werden. Unter dem Motto „Nicht alles anders, aber vieles besser“ tritt der 54-jährige Rechtsanwalt aus Kassel in der Schwälmer Großgemeinde an.

Keinen Widerspruch sieht Hoppe darin, dass er als ein ehemaliges SPD-Mitglied für die Willingshäuser Genossen antritt. „Ich bin weiterhin ein sozialer Demokrat“, unterstreicht er. Es habe eine rein persönliche Auseinandersetzung mit der Kasseler SPD gegeben, er teile nach wie vor die Grundwerte der SPD. Ein Leben ohne Politik ist für ihn undenkbar. „In der Grundschule war ich Klassensprecher, seitdem mische ich mich ein.“

„In der Grundschule war ich Klassensprecher, seitdem mische ich mich ein.“

Bernd Hoppe

Auch die Rolle des Spielgestalters liegt ihm, denn in Jugendtagen hat der bekennende 1. FC Köln-Fan in seiner Fußballmannschaft im Mittelfeld gespielt. Ausdauer, sicheres Passspiel sind in dieser Position gefragt. Beharrlich ist er in diesen Tagen auch in Willingshausen unterwegs. Bis zum Wahltag möchte er jedem Wähler einmal die Hand gedrückt haben. Anfangs sei es ihm – wie vielen – noch schwer gefallen, den Schwälmer Dialekt zu verstehen, aber inzwischen „geht es besser“, schließlich würde er seinen Wohnsitz mit seiner Familie nach Willingshausen verlegen. Aus Bürgergesprächen heraus habe er seine Wahlkampfthemen entwickelt, erzählt er. Eines seiner zentralen Themen ist das Aufstellen eines Bürgerhaushalts. Jeder übernehme auf diese Weise Verantwortung für die Finanzen der Kommune, ist er überzeugt. Möglichst viele sollten das mitgestalten. Dennoch sollte sich kein Wunschzettel entwickeln.

Konzept für alle Ortsteile

Nachhaltige Energiegewinnung sei eine zentrale Herausforderung. Deshalb würde er das Konzept des Wasenberger Nahwärmenetz gern auf alle Willingshäuser Ortsteile übertragen. Als Kennzeichen einer familienfreundlichen Gemeinde möchte er die Kindergartengebühren schrittweise abschaffen. Darüber wünscht er sich eine breite Diskussion. Durchsetzen könnte man das mit einem Bürgerentscheid, ist er sich sicher. Die Finanzierung? Auf Mehreinnahmen hofft Hoppe nicht nur über den kommunalen Finanzausgleich sondern auch über den steten Zuwachs von Gewerbesteuern. Zwei Bundessstraßen führen durch Willingshäuser Gebiet, sagt er, da müsste es auch möglich sein, mehr Gewerbebetriebe anzusiedeln und weitere Arbeitsplätze zu schaffen.

Wer ihr Bürgermeister wird, werden die Willingshäuser am 12. Juli entscheiden. 4000 Menschen sind aufgerufen, zur Wahl zu gehen.

Von Sylke Grede

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