Zupacken am Himalaya

Annika Arndt arbeitet in einem Dorf in Nepal

Annika Arndet auf der Baustelle
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Neukirchenerin in Nepal: Annika Arndt hilft ehrenamtlich mit, in einem Dorf eine Gästeunterkunft zu errichten, damit die Menschen Einkünfte durch Tourismus erhalten.

Die Neukirchenerin engagiert sich schon lange ehrenamtlich. Jetzt unterstützt ein Projekt in Nepal.

Neukirchen. Mit Blick auf den Himalaya arbeiten Annika Arndt und weitere freiwillige Helfer des Projektes „Shemikki Lodge“ seit mehreren Wochen im Dorf Dhoksan in Nepal. Für Annika ist es nicht das erste soziale Projekt: Bereits nach ihrem Abitur ging die heute 23-Jährige aus Neukirchen für ein Jahr nach Ghana.

Auch in Deutschland ist Annika Arndt sehr engagiert: Sie ist Mitglied in der Arche in Treysa und hilft dort in der Jugendarbeit. Momentan lebt sie in Freising und studiert dort Landschaftsarchitektur. Durch ein studienbezogenes Praktikum bei der Organisation Supertecture kam sie zu dem Projekt „Shemikki Lodge“ in Nepal. Supertecture ist eine gemeinnützige Firma, die sich um Projekte in Nepal und Tansania kümmert. Die Organisation errichtet soziale Einrichtungen, um die Gemeinschaft vor Ort zu fördern. Die Projektarbeit findet in Teams statt, welche jeweils für ein halbes Jahr dort bleiben. In Annikas Gruppe sind sechs weitere Helfer: Fünf von ihnen studieren Landschaftsarchitektur so wie sie.

Spaß an der Arbeit

Ein weiterer Helfer ist Zimmermann. „Jeder kann sich hier kreativ einbringen. Das macht super viel Spaß und bringt uns weiter“, sagt Annika. Weiterhin arbeiten auch Einwohner des Dorfes an dem Projekt: „So entsteht ein Austausch zwischen uns und den Einheimischen“, sagt sie. „Es ist schön, weil wir durch die Arbeiter auch viel über die Kultur erfahren. Wir versuchen sogar die Lokalsprache zu lernen.“ Die Gruppe aus Deutschland schläft im Anbau eines Ziegenstalls, „es ist ein bisschen wie im Ski-Lager, denn wir schlafen alle nebeneinander auf Matratzen. Wir sind 24 Stunden am Tag und sieben Tage in der Woche zusammen.“ Versorgt werden alle täglich von einer lokalen Köchin: „Es gibt häufig traditionelle Gerichte mit Reis oder Kartoffeln. Meist sind sie sehr scharf, aber sehr lecker.“ Die Corona-Situation vor Ort sei sehr entspannt:

„Seit wir hier sind, gab es keinen aktuellen Fall im Dorf. Auch hier auf unserer Baustelle halten wir uns an die Hygiene- und Abstandsmaßnahmen.“ Alle Mitarbeiter seien geimpft. Viele Familien im Dorf laden die Gruppe auch zum Essen zu sich nach Hause ein: „So lernen wir die Kultur und ihre Traditionen hautnah kennen. Es ist total spannend, weil man hierzulande nicht gemeinsam isst. Zuerst essen die Gäste und dann erst der Rest. Das war am Anfang sehr ungewohnt.“

Fühlt sie sich also aufgehoben? „Ja“, sagt die 23-Jährige, „unsere Tür hat nicht mal ein richtiges Schloss, dennoch fühle ich mich hier sicher. Im Dorf passt jeder auf jeden auf.“ (Celine Kühn)

Die Shemikki Lodge im Bau: Die Helfer errichten die Unterkunft für Reisende, damit die Dorfbevölkerung Einnahmen aus dem Tourismus erzielen kann.

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