Zupforchester Schwalmstadt spielte in der Klosterkirche Spieskappel

Zupforchester Schwalmstadt in der Klosterkirche in Spieskappel

Spieskappel. In der Reihe Klosterkonzerte in Spieskappel lud das Zupforchester Schwalmstadt unter dem Titel „Facetten der Zupfmusik" zu einer musikalischen Zeitreise durch die Jahrhunderte ein.

Beginnend mit dem schwungvollen Tango appassionato des italienischen Komponisten Luigi Paparello tauchten die rund 100 Zuhörer danach in die Zeit der höfischen Tänze ein.

Der bekannteste Tanz aus dieser Epoche ist das Menuett. Die schnell gezupften Saiten der Mandolinen bestimmten den Rhythmus für die vielen kleinen Trippelschritte, die für diesen Tanz typisch sind.

Majestätisch begann der Satz „Il Canto del Diavolo“ - übersetzt „Der Gang des Teufels“ - von Giacomo Sartori. Die tiefen Töne des Kontrabasses, begleitet von den Gitarren und Mandolinen, ließen eine Vorahnung auf das Fegefeuer aufblitzen.

Der berühmte schottische Tanz „Gay Gordon“ enthielt für die Zuhörer viele bekannte Melodieelemente. Es gelang dem engagierten Laienorchester die Stimmung der Highlands durch die fein nuancierte Betonung erstehen zu lassen. Beinahe zum Mitsingen animierten hingegen die fröhlichen Stücke „Traumbilder“ und „Strandcafé“ des zeitgenössischen Komponisten Rainer Vollmann. Dass neben Rumba und Walzer ein Mandolinenorchester auch japanisch angehauchte Musik spielen kann, bewiesen die Musiker mit dem „Japanischen Laternentanz“ von Yoshitomo.

Mit den „Katalanischen Impressionen“ von Fred Witt entführte das Ensemble die Zuhörer noch einmal in die Welt der feurigen spanischen Musik. Das Publikum bedankte sich für das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Konzert mit einem herzlichen Schlussapplaus.

Von Christiane Decker

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