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Schwalmstädter Wehr bekommt zwei neue Einsatzfahrzeuge

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Mit Gottes Segen: Die neuen Feuerwehrfahrzeuge wurden mit einem Gottesdienst in Ziegenhain übergebenen. Im Bild Pfarrer Ingo Fulda (links) und Jens Körber vor dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und dem Gerätewagen Atemschutz.
Mit Gottes Segen: Die neuen Feuerwehrfahrzeuge wurden mit einem Gottesdienst in Ziegenhain übergebenen. Im Bild Pfarrer Ingo Fulda (links) und Jens Körber vor dem Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und dem Gerätewagen Atemschutz. © Ziegler-Dörhöfer, Regina

Gleich zwei neue Feuerwehrfahrzeuge wurden am Sonntag am Feuerwehrstützpunkt in Ziegenhain in Dienst gestellt. Die beiden Pfarrer Ingo Fulda und Jens Körber segneten das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) und den in Hessen einzigartigen Gerätewagen Atemschutz (GW-A).

Ziegenhain - Der Gerätewagen Atemschutz ist ein in Hessen bislang einzigartiges Fahrzeug, das für den überörtlichen Einsatz am Stützpunkt Ziegenhain stationiert ist. Eine Planungsgruppe aus erfahrenen Feuerwehrleuten hatte sich vor über vier Jahren die ersten Gedanken für das nun in Dienst gestellte Fahrzeug gemacht und erste Anträge gestellt. „Das Fahrzeug ist ein weiterer Baustein im Gesamtpaket des Atemschutzes in Ziegenhain. Nachdem die modernste Atemschutzübungsstrecke in Betrieb ist und nun das Fahrzeug da ist, fehlt nur noch die Atemschutzwerkstatt“, fasste Landrat Winfried Becker zusammen.

Im gesamten Schwalm-Eder-Kreis engagierten sich rund 5000 Feuerwehrkameradinnen und Kameraden und stünden in allen Gefahrenlagen Miteinander und füreinander ein. Am Stützpunkt Ziegenhain würden Aufgaben, die für den gesamten Kreis wichtig seien, übernommen.

Einzigartig im Landkreis: Der Gerätewagen Atemschutz kann 32 Atemschutzgeräte transportieren.
Einzigartig im Landkreis: Der Gerätewagen Atemschutz kann 32 Atemschutzgeräte transportieren. © Regina Ziegler-Dörhöfer

Förderbescheid für Treysa

Regierungspräsident Mark Weinmeister wies daraufhin, dass die Anzahl an Atemschutzgeräteträgern rückläufig sei, da es immer schwieriger werde, Personal mit entsprechender körperlichen Fitness zu finden. „Eine G26 ist kein Pappenstiel. Ich selbst bräuchte mich auch gar nicht anstellen“, so Weinmeister, der all den Ehrenamtlern seinen Dank aussprach und für die Nachbarwehr in Treysa einen Zuwendungsbescheid in Höhe von 135 000 Euro für eine Neuanschaffung mitbrachte.

Europaabgeordneter Engin Eroglu betonte, dass die best mögliche Ausstattung für die Sicherheit der Kameradinnen und Kameraden unerlässlich sei und somit der Garant für erfolgreiche Einsätze sei.

Stadtverordnetenvorsteher Reinhard Otto fügte an, dass bei aller Technik aber stets der Mensch nicht aus dem Blickfeld geraten dürfe und man so im Umfeld jede Chance nutzen solle, für das Ehrenamt der Feuerwehr zu werben. Die Anschaffung des HLF-20 reihe sich in die Basiserneuerungen ein, doch auch hier wurde mit einem Rosenbauer-Fahrzeug nicht an Hochwertigkeit gespart. Das neue Feuerwehrauto bringt 1600 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel über Direkteinspritzung zur Einsatzstelle. Im Fahrzeug selbst können sich bis zu vier Feuerwehrleute gleichzeitig mit Atemschutzgeräten ausstatten. Im GW-Atemschutz sind 32 Atemschutzgeräte verladen. Das Fahrzeug kann bei Großschadenslagen somit für ausreichend Nachschubgeräte sorgen. Mit Reservelungenautomaten, Langzeitpressluftatmern und Material für kleine Reparaturen ist der neue Gerätewagen bestens ausgestattet. Zehn Feuerwehrkameraden sind für den GW-Atemschutz besonders geschult und stehen bei Alarmierung parat, um das neue Fahrzeug zur Einsatzstelle zu bringen. Die Indienststellung wurde nach dem Festakt und dem ökumenischen Gottesdienst mit einem Sommerfest gebührend gefeiert.

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