Neubau von Trinkwasserleitung notwendig

1,7 Mio. Euro für neuen Hochbehälter Gierswalde und neue Leitung

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Rohrverlegung im Horizontalspülbohrverfahren: Die neue Trinkwasserleitung wird bei Gierswalde zwischen dem Rad- und Fußweg und der Bundesstraße ohne große Baggerarbeiten unterirdisch verlegt.

Der Trinkwasser-Hochbehälter  Gierswalde wird nach über 100 Betriebsjahren erneuert. Zudem macht die neue B 241 den Neubau einer 3,8 Kilometer langen Trinkwasserleitung notwendig. 

Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Adolph werden so 1,7 Millionen Euro investiert.

Am Mittwoch wurde mithilfe von zwei Schwerlastkränen zwei in der Nacht zuvor per Spezialtransport aus Ravensburg (Oberschwaben) angelieferte Edelstahlbehälter auf das zuvor errichtete Betonfundament wenige Meter neben dem alten Hochbehälter hinter der Bahnlinie aufgestellt.

Der alte und noch massiv gemauerte Hochbehälter mit 70 Kubikmeter Volumen, durch den seit Jahrzehnten dafür gesorgt ist, dass in den häuslichen Wasserleitungen stets genügend Druck ist, soll später angerissen werden.

An Ort und Stelle aufgestellt: Mithilfe von zwei Schwerlastkränen wurden die jeweils 75 Kubikmeter Trinkwasser fassenden und noch in Schutzfolie verpackten Edelstahltanks im neuen Betonbecken neben dem alten Gierswalder Hochbehälter (oben links) abgestellt. Spezial-Schwerlasttransporter haben die Tanks angeliefert.

Der neue Hochbehälter mit den zwei jeweils 75 Kubikmeter Trinkwasser fassenden Tanks für rund 700.000 Euro gleicht dem, der vergangenes Jahr bei Delliehausen fertiggestellt wurde. Nach der Montage erhalten die Tanks noch mit Holz verkleidete Wände und ein Dach mit Ziegeln. Das Gebäude, das die Stadtwerke GmbH alleine finanziert, sieht dann ein wenig wie eine Feldscheune aus.

Den Großteil der Kosten von rund eine Million Euro für die neue Wasserleitung trägt laut Adolph hingegen der Bund, weil die Verlegung durch den Neubau der Bundesstraße 241 nötig wurde. Die alten Leitungen verlaufen oberhalb der Bahnlinie, wo die neue Straße gebaut wird.

Das Ital-Quellwasser soll über eine neuverlegte 3,8 Kilometer lange Kunststoffleitung für die Versorgung von Gierswalde, Volpriehausen und Delliehausen mit Trinkwasser genutzt werden. Am neuen Hochbehälter in Gierswalde wird dafür extra eine neue Pumpstation gebaut.

Im Erdreich verlegt werden Kunststoffrohre, die für das Lebensmittel Trinkwasser laut Experten besonders gut geeignet sind. Die blauen Kunststoffrohre werden meist durch ein Horizontalspülbohrverfahren im Boden verlegt. Nur an Kontrollstellen muss ein Graben gebaggert werden. Mitarbeiter einer Göttinger Spezialfirma setzen die Rohre durch ein Heizelement-Stumpfschweißen (HS) quasi als Endlosrohr zusammen und verlegen es per Richtbohrung im Boden.

Laut Stadtwerke-Wassermeister Reinhard Borchert dauere die Neuverlegung der Wasserleitung noch einige Wochen. Nahe des Freibades in Volpriehausen ist zudem der Bau eines Tunnels unter dem Bahndamm mit einem Durchmesser von 1,90 Metern nötig. Der Tunnel verlaufe später auch unter der neuen Bundesstraße und sei nötig, um an die Wasserleitung zu gelangen.

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