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Schattenspringer GmbH realisiert bundesweit erste Abenteuer-Golfbahn im Wald

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Von: Jürgen Dumnitz

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Erste Adventure-Golf-Anlage im Wald: Die Schattenspringer-Marketing-Verantwortliche Birgit Schroers (links) zeigt zusammen mit der Praktikantin Lana Sölter, wie das Golfen im Wald funktioniert.
Erste Adventure-Golf-Anlage im Wald: Die Schattenspringer-Marketing-Verantwortliche Birgit Schroers (links) zeigt zusammen mit der Praktikantin Lana Sölter, wie das Golfen im Wald funktioniert. © Jürgen Dumnitz

Silberborn – In seinem TreeRock-Abenteuerpark am Ortsrand von Silberborn hat Christoph Brand Deutschlands erste Adventure-Golfanlage im Wald gebaut. Ab sofort kann man sich Golfschläger und Ball am Servicehäuschen des Hochseilgartens im Solling mieten und auf 18 naturnahen Bahnen Adventure-Golf spielen.

Brand ist Geschäftsführer der Schattenspringer GmbH mit Sitz in Bielefeld, die seit 2010 den TreeRock-Abenteuer- und Kletterpark in Silberborn betreibt. Er war früher einmal Zivildienstleistender in der damals noch bestehenden Uslarer Jugendherberge und hatte im Herbst 2017 in einer ehemaligen Lagerhalle in Holzminden eine „Adventure-Game“-Halle mit zwei Stollen wie in einem „Bergwerk“ eingerichtet. Gruppen verschiedener Größen können darin auf Abenteuer- und Rätseltour gehen.

Adventure-Golf hat Brand im Urlaub in Österreich kennengelernt. Und es als Idee für eine weitere Attraktivitätssteigerung auf seinem Waldgelände am Ende der Schießhäuser Straße in Silberborn realisiert. Geholfen haben ihm dabei Experten aus Österreich. Nach eigenen Angaben hat er 100 000 Euro investiert und an vielen Stellen selbst Hand mit angelegt.

Die 18 Golfbahnen sind auf dem Waldboden unter Fichten gebaut worden. Weißer Sand sorgt für eine gewisse Festigkeit, darüber liegt speziell verklebter Kunstrasen. Die Bahnen passen sich der Geländeform an. Zur Ausgestaltung haben Brand und sein Team die Waldbodenbeschaffenheit genutzt. Und Material wie Stämme vom Windwurf, Steine und sogar Wurzelteller.

Ausgestattet mit einem passenden Golf-Putter-Schläger (für Rechts- und Linkshänder und in verschiedenen Größen) und einem echten Golfball (Erwachsene zahlen 12.90 Euro, Kinder 10.90 Euro) kann man sein Geschick auf den Bahnen ausprobieren.

Der Ball lässt sich leicht spielen und muss über Hügel, hole Baumstämme oder andere Hindernisse gespielt werden, auch Mal, um einen in die Bahn integrierten Fichtenbaum herum, unter einer Baumwurzel hindurch bis ins mit roten Fahnenstangen markierten Loch zu landen.

„Mein Rekord liegt bei 48 Schlägen“ freut sich Schattenspringer-Praktikantin Lana Sölter, die in ihrer Freizeit leidenschaftlich gern Golf spielt und die Waldgolf-Anlage ihres Chefs schon vor der Eröffnung spielerisch ausprobiert hat.

Schattenspringer-Geschäftsführer: Christoph Brand. FOTO: JÜRGEN DUMNITZ
Schattenspringer-Geschäftsführer: Christoph Brand. FOTO: JÜRGEN DUMNITZ © JÜRGEN DUMNITZ

Die Schattenspringer-Marketing-Verantwortliche Birgit Schroers lobt die variablen Bahnen. Und weil diese unter schattenspendenden Bäumen angelegt wurden, stehen Besen zum Reinigen der Kunstrasenfelder, die man für die beste Abschlagposition sogar betreten darf, parat. Zu erreichen sind die Waldgolf-Bahnen über mit Holzhackschnitzeln bestreuten Wegen in Sichtweite zu den Hochseilkletterbereichen.

Während man sich zum Klettern (in den Sommerferien täglich von 10 bis 19 Uhr/außerhalb der Ferien freitags, samstags und sonntags 10 bis 18 Uhr) per Onlinereservierung anmelden muss, ist das beim Adventure-Golf nicht nötig. „Wir haben 80 Schläger vorrätig, sodass es – wie beim Minigolf – fast nicht zu Wartezeiten kommt“, sagt Schroers. Wer das Klettern mit dem Adventure-Golfen kombinieren will, spart zwei Euro pro Person.

Der 2013 angelegte Barfußpfad auf dem TreeRock-Gelände steht im Moment nicht zur Verfügung, sagt Birgit Schroers. Die Anlage soll aber saniert wieder werden und bald in Betrieb gehen, heißt es. Birgit Schroers ist begeistert von der neuen Golf-Anlage ihres Chefs und schwärmt von der „einzigartigen Atmosphäre der Anlage unter dem Dach der Fichtenbäume“ im Solling.

Von Jürgen Dumnitz

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