Begeistert ließen sich Rehbachschüler in die Welt der Oper entführen

Aida verzaubert Kinder

Ein besonderer Schulvormittag: Für die Kinder der Rehbachschule war die Kinderoper im Schlarper Gemeinschaftshaus ein besonderes Erlebnis.

Volpriehausen. Die Oper gilt als ernste Musik, doch eine ernste Sache ist sie keinesfalls. Dies zeigte sich vergangene Woche im Dorfgemeinschaftshaus Schlarpe, wo sich die Kinder der Rehbachschule Volpriehausen von der Aufführung der Kinderoper „Aida und der magische Zaubertrank“ völlig gefangen nehmen ließen.

Wiederholt gab es auch Anlass zu lautem Gelächter, etwa als Fra Diavolo (Bruder Teufel) aus Aubers Komischer Oper als Unterhosenräuber über die Bühne stolperte. Gebannt verfolgten die Jungen und Mädchen den Auftritt der beiden Darsteller der Tournee-Oper Mannheim (TOM). Die Geschichte: Die Oper soll geschlossen werden, weil sie niemanden mehr interessiert. Doch Aida und Papageno wollen dies verhindern und gehen auf die Suche nach Zutaten für einen magischen Zaubertrank.

Kinder als Statisten

Für ihren Zauber brauchen sie Requisiten aus bekannten Opern und so waren im Laufe der einstündigen Vorstellung eine ganze Reihe Arien und Duette, unter anderem aus Werken von Mozart (Zauberflöte), Bizet (Carmen) und Offenbach (Hoffmanns Erzählungen) zu hören.

Zauberflöte: Auch Mozarts Zauberflöte – hier eine Szene mit Papageno und der Königin der Nacht – kam in der Aufführung der Kinderoper für die Rehbach-Grundschüler vor. Fotos: Schmidt-Hagemeyer

In einige Szenen wurden einige Schüler aus dem Publikum als Statisten mit eingebunden. „Es fällt uns oft schwer etwas zu wagen, deshalb brauchen wir den unwiderstehlichen Zaubertrank“, sangen alle Rehbachschüler mit und verfolgten gebannt das weitere Geschehen auf der Bühne.

Die Geschichte endet natürlich glücklich: Aida und Papageno brauen ihren Zaubertrank, sodass es am Ende heißt: „Die Oper ist nicht tot, es lebe die Oper“.

Gemeinsame Proben

Mit viel Applaus bedankten sich Grundschüler, Lehrer und einige Eltern für die Vorstellung. Danach nahmen sich die beiden Darsteller der Tourneeoper noch Zeit für Fragen der Kinder.

Die wollten zum Beispiel wissen, wie die Sänger es schaffen, alle Texte und Lieder für die Aufführung zu lernen. Zuerst müsse jeder für sich ganz viel auswendig lernen. Dann werde gemeinsam geprobt, verrieten die Profis.

Ziel der Tourneeoper Mannheim ist es, den unbeschwerten Zugang, den Kinder zu Musik haben, zu nutzen, um sie an die klassische Musik heranzuführen.

Finanziert wurde die Aufführung im Dorfgemeinschaftshaus Schlarpe, das der Trägerverein kostenlos zur Verfügung stellte, vom Förderverein der Grundschule und der Bürgerinitiative Bollertdörfer. (shx)

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