Vortrag von Siegfried Baumer soll im Frühjahr in Schlarpe wiederholt werden

Akribischer Blick zurück

Freute sich über das große Interesse: Siegfried Baumer mit einem Mineral in der Hand im vollbesetzten Gemeindehaus. Rechts hinter ihm sein Schwiegersohn Achim Ruez, der den Vortrag mit Bildern und Filmen technisch mit vorbereitet hat und betreute. Foto: Privat/nh

Volpriehausen. Zweieinhalb Jahre lang hat der Volpriehäuser Siegfried Baumer für seinen Vortrag über die 120-jährige Geschichte des örtlichen Industriegebietes vom Kalischacht bis zum Altenheim recherchiert. Die Mühe wurde mit einem vollen Gemeindehaus bei seinem lebhaft vorgetragenen Beitrag belohnt. 150 Gäste waren gekommen, einige Zuhörer folgten dem Vortrag im Stehen.

Laut Pressemitteilung von Gisela Waßmuth-Kahle und Anja Kohrs hätten etliche Besucher enttäuscht kehrt gemacht. Auf Einladung von Schlarpes Ortsheimatpfleger Heinz Kühn hält Baumer seinen Vortrag jetzt noch einmal. Und zwar am Freitag, 12. Februar, ab 19.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Schlarpe.

Baumer hat in Archiven gesucht und für den Vortrag etliche Dokumente und teils bisher unveröffentlichte Fotos und Filmausschnitte zusammengestellt. Die so entstandene Dokumentation über die Geschichte der Industrieanlage hat Baumers Schwiegersohn Achim Ruez technisch mit betreut. Es wurde ein Bogen von der Entstehung des Kalischachtes bis zu seiner Schließung und Nutzung als Munitionsfabrik im Zweiten Weltkrieg, über die Explosion im September 1945 bis hin zur Errichtung der Glasfabrik Buder auf dem ehemaligen Betriebsgelände ab 1949 bis zu deren Konkurs 1986 aufgezeigt. Auch über die aktuelle Nutzung des Geländes durch das Seniorenheim Emmermann erfuhren die Zuhörer etwas.

Durch den Betrieb des Schachtes seien viele Bergleute nach Volpriehausen gekommen, sagte Baumer. In der Folge seien damals Vereine entstanden und die Dorfschule neu gebaut worden. So hätten sich die Ereignisse und Veränderungen rund um das Industriegebiet auch stets direkte Auswirkungen auf das Leben der Menschen in Volpriehausen und den umliegenden Bollertdörfern gehabt, hieß es von Baumer. Unterstrichen wurde das etwa durch Aussagen und Berichte von Zeitzeugen.

Gut zwei Stunden lauschten die Zuhörer dem Vortrag, für den Baumer viel Beifall und Lob erhielt. (jde)

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