Straßensperrung bei Lippoldsberg zwingt zu Umwegen

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Hochbetrieb: Die Fähren (hier Lippoldsberg) sind derzeit gut ausgelastet.

Wahlsburg/Oberweser. Für Stress bei Autofahrern sorgt derzeit die Straßenbaustelle zwischen Lippoldsberg und Gieselwerder, die sie zu einem Umweg über Arenborn zwingt.

Während einige Autofahrer verbotene Abkürzungen benutzen (wir berichteten), freuen sich die Fährleute über zusätzliche Geschäfte und haben ihre Zeiten angepasst.

Denn viele, die aus Richtung Bad Karlshafen oder Gieselwerder nach Lippoldsberg, Bodenfelde oder Uslar wollen, müssen über die Weserbrücke in Gieselwerder. Statt der zwei Kilometer langen Direktverbindung nach Lippoldsberg müsen sie dann noch bis in die zweite Augusthälfte die 16 Kilometer lange Umleitung über Oedelsheim, Arenborn und Vernawahlshausen nehmen.

Fähren fahren länger

Wahmbecks Fährmann Wolfgang Borchhardt hat wegen der Vollsperrung seine Fährzeiten um täglich drei Stunden erweitert. Er setzt ohne Pausen jeweils montags bis freitags von 5 bis 21 Uhr über, samstags und sonntags von 9 bis 19 Uhr sowie nach Vereinbarung (0171/6244445) nach Gewissenrug über.

Auch Fährmann Eberhardt Schrader in Lippoldsberg hat derzeit ganz selten eine Ruhepause. Fast ständig befördert er mit der Gierseilfähre vor allem Autos und Lastkraftwagen von Lippoldsberg über die Weser Richtung Gewissenruh und B 80. Er fährt nun täglich von 7 bis 19 Uhr und damit zwei Stunden mehr als sonst.

„So viel Verkehrsaufkommen hätte ich gar nicht erwartet“, sagt Schrader. Je nach Größe passen drei oder vier Pkw auf die Fähre. Ist ein Lkw dabei, ist nur noch für einen Pkw Platz. So bilden sich oftmals kleine Warteschlangen an beiden Ufern Die dadurch entstehende recht geringe Wartezeit nehmen viele Kraftfahrer gern in Kauf, sparen sie doch etliche Kilometer Umweg.

Ärger entsteht nach wie vor durch Autofahrer, die für den normalen Verkehr gesperrte Feldwege zwischen Lippoldsberg und Gieselwerder als Abkürzung nutzen. Sie sorgen nicht nur für Behinderungen auf dem als Teil des Weserradwegs genutzten Abschnitt, sondern auch für zusätzliche Schäden an Fahrbahn und Seitenstreifen, weil der Wirtschaftsweg nicht ausreichend breit für Begegnungsverkehr ist.

Am gravierendsten sind jedoch die dadurch verursachten Behinderungen für Rettungsdienste, Ärzte und Feuerwehren, die den Weg benutzen dürfen und durch Falschfahrer am Einsatz gehindert werden. Deswegen wollen Gemeinde und Polizei verstärkt den Abschnitt kontrollieren.

Unterdessen hat im Zuge der Baumaßnahme auch die Sanierung der Gieselwerder Straße innerhalb der Ortslage Lippoldsberg begonnen.

Die gewünschte Insel zur Verkehrsberuhigung am Ortseingang aus Richtung Gieselwerder wird nach Informationen der Gemeinde aber doch nicht gebaut. (tty)

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