Allershäuser Ortsrat ist besorgt: Dem Steimker Weg droht Flutung

Überflutungen wie hier in der Alleestraße in Uslar befürchtet der Ortsrat Allershausen im Steimker Weg. Foto: nh

Allershausen. Das Thema ist nicht neu, Lösungen hat der Ortsrat Allershausen bereits vorgeschlagen: Bei starkem Regen droht das Oberflächenwasser der Gustav-Fischer-Straße und Teilen des Industriegebiets Grundstücke am Steimker Weg im Dorf zu fluten. Seitens der Stadt passiere nichts, so das Fazit der jüngsten öffentlichen Sitzung des Allershäuser Gremiums.

Ortsbürgermeister Frank Pfeiffer berichtete den sechs Zuhörern und seinen Ortsratskollegen von einem Ortstermin mit der Stadt und den Stadtwerken. Gemeinsam habe man die Bahnunterführung und den Graben oberhalb des Steimker Wegs inspiziert, der größere Wassermassen nicht fassen könne und mittlerweile teilweise unterspült sei. Das gelte auch für die Unterführung. Bereits in den vergangenen zwei Jahren waren Ortsratsmittel zurückgestellt worden, um eine bauliche Änderung der Situation bezahlen zu können. Obwohl die Schäden für alle offensichtlich seien und die Stadt dies auch bestätigt habe, so Pfeiffer, sei nach wie vor nicht geklärt, was gemacht werde. Die Stadt favorisiere eine Halbschale aus Beton für Graben und Unterführung, der Ortsrat sprach sich in der Sitzung für eine komplette Verrohrung aus. Strittiger Punkt ist auch, ob sich die Anlieger an der Instandhaltung des Grabens beteiligen müssen.

Ortsrat will Verrohrung

Das lassen rechtsverbindliche Vereinbarungen, sogenannte Rezesse, vermuten, die vor über 100 Jahren mit den damaligen Eigentümern der Grundstücke getroffen wurden. Damals allerdings, stellte der Ortsrat fest, habe der Graben lediglich das Wasser der angrenzenden Wiesen aufnehmen müssen, weil weder Eichhagen noch Industriegebiet bebaut waren. Ein weiteres Hindernis für die Verrohrung sehe die Stadt darin, dass dafür ein Wasserrechtsantrag beim Landkreis gestellt werden müsse.

Mehrere „Baustellen“

Für den Allershäuser Ortsrat ist diese Maßnahme nicht die einzige am Steimker Weg, bei der es nicht vorangeht. Eine große Pfütze direkt vor der Einfahrt eines Anliegers habe man ebenfalls bereits vor längerer Zeit bemängelt. Hier hatte der Ortsrat vorgeschlagen, einen Teil des Pflasters aufzunehmen und höher zu pflastern, damit das Wasser in die Gullys abfließen könne. Ganz zu schweigen von einer Maßnahme am Weg an der Sandgrube in der Nähe des Osterfeuerplatzes, der nach und nach vom Oberflächenwasser unterspült werde. Es sei deprimierend, wenn man von einer Ortsratssitzung zur anderen nicht weiterkomme, kommentierte der Ortsbürgermeister und schlug vor, zur nächsten Sitzung Bürgermeister Bauer einzuladen.

Vorerst keine neuen Projekte

Angesichts der offenen Maßnahmen verzichtete der Ortsrat darauf, die Ortschaftsmittel 2016 zu verplanen. Mit Ausnahme der Instandhaltung von Wirtschaftswegen. Die hierfür zuständige Jagdgenossenschaft soll mit Sachmitteln wie Schotter unterstützt werden. (zyp) Foto: nh

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