Auf der Streuobstwiese lockte frisch gepresster Saft – Nisthöhlen für Steinkäuze aufgehängt

Apfelfest mitten im Wald

Apfelernte: Unter den Apfelbäumen der Streuobstwiese wurde der Saft frisch gepresst. Alle Besucher durften kosten und auch selbst beim Zerkleinern und Pressen helfen. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Volpriehausen. Frisch gepresster Apfelsaft, Apfelkuchen und Wild-Bratwurst belohnten die Besucher des Streuobstwiesen-Festes, zu dem das Forstamt Hann. Münden und die Sollingschule Uslar auf das Gelände am Naturerlebnispfad am Rothenberg eingeladen hatten.

Mit einem Kleinbus gelangten Gäste von Volpriehausen aus zu dem Gelände mitten im Wald. Außerdem nutzten Spaziergänger das Fest als Wanderziel. Unter den fast 100 Jahre alten Apfelbäumen eröffneten Forstamtsleiter Dr. Thomas Schmidt-Langenhorst und Schulleiter Jürgen Nolte das Programm. Die Zusammenarbeit mit der Forst habe für die Schule Tradition, sagte Nolte gegenüber der HNA und verwies beispielsweise auf den Schulwald an der Schwarzen Erde in Uslar.

Schüler arbeiten im Wald

Aktuell beteiligt sich die Wald-AG der Oberschule an der Erneuerung des Naturerlebnispfades am Rothenberg. Mit Lehrer Andreas Hannig arbeiten die Achtklässler zur Zeit an neuen Schildern für den Rundweg. Drei Mal im Jahr kommt die Schul-AG auf das Gelände am Rothenberg, um mit Anleitung von Gabi Dinkel, Projektleiterin für Waldentwicklung, zu arbeiten. So haben die Schüler in diesem Jahr unter anderem das Wildbienenhotel komplett erneuert und junge Obstbäume gepflanzt.

Wie köstlich frisch gepresster Apfelsaft schmeckt, konnten die Besucher beim Streuobstwiesen-Fest probieren. Mit einer mobilen Presse wurden die Äpfel verarbeitet und einige Kinder packten begeistert mit an. Verschiedene Sorten Apfelkuchen hatte der Heimatverein Schlarpe im Angebot. Die Jägerschaft war mit ihrem Infomobil „Lernort Natur“ dabei und neben einem Lagerfeuer brutzelte Wild-Bratwurst.

Zuhause für Steinkäuze

Die Streuobstwiese mitten im Wald ist übrigens das Zuhause einer in Deutschland als stark gefährdet geltenden Vogelart: Hier brüten Steinkäuze. Nachdem ein Imker eine Nisthilfe angebracht habe, seien im vergangenen Jahr sieben junge Steinkäuze gezählt worden, berichtete Forstamtsleiter Schmidt-Langenhorst. Für die Eulen stieg am Wochenende ein Baumkletterer bis zu fünf Meter in die Höhe, um drei zusätzliche Nisthöhlen aufzuhängen.

Finanziell unterstützt werden die Arbeit am Naturerlebnispfad und die Wald-AG der Sollingschule vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Bingo-Lotto, dem Forstamt sowie dem Förderkreis der Sollingschule. (shx)

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