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Asphalt-Deckschicht aus einem Guss - Bundesstraße zwischen Schönhagen und Amelith ab Montag bis Ende August gesperrt

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Von: Jürgen Dumnitz

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Die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt laufen: Parallel zur Bundesstraße 241 soll bis zu der Wohnbebauung ein Fußweg entstehen. Ab kommenden Montag ist die Bundesstraße von Amelith bis Ortseingang Schönhagen gesperrt.
Die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt laufen: Parallel zur Bundesstraße 241 soll bis zu der Wohnbebauung ein Fußweg entstehen. Ab kommenden Montag ist die Bundesstraße von Amelith bis Ortseingang Schönhagen gesperrt. © Jürgen Dumnitz

Schönhagen/Amelith – Eine Mittelfuge wie bisher wird es nach der Sanierung der Asphalt-Deckschicht der Bundesstraße 241 zwischen Schönhagen und Lauenförde nicht mehr geben. Grund dafür ist ein extra breiter Asphaltfertiger, den die beauftragte Baufirma einsetzt. Dieser kann den Asphalt bis zu einer Breite bis 8,50 Meter am Stück aufbringen.

Das sei für die spätere Unterhaltung der Straße ein Vorteil, sagt Joachim Hellmold von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Gandersheim). Er traf sich vor Ort mit Markus Gehle, dem Leiter der Straßenmeisterei Uslar, dessen Urlaubsvertretung Thorsten Friedrich, und Polier Björn Bargholz von der Firma Kemna-Bau (Hannover), die den Sanierungsauftrag erhielt. Häufig seien ältere Straßenbeläge in zwei Hälften gefertigt worden. Die Mittelfuge sei häufig der Ausgangspunkt für Schäden an der Oberfläche. Das sei bei einer Fertigung am Stück nicht der Fall.

Von Montag, 8. August, an und voraussichtlich bis Ende August wird der zweite Bauabschnitt zwischen Amelith und Schönhagen voll gesperrt. Dann wird zunächst die obere Asphaltschicht auf zehn bis zwölf Zentimeter abgefräst. Eine Straßenzustandsbewertung habe dazu geführt, dass man sich für die Erneuerung der Fahrbahndecke auf dem 11,8 Kilometer langen Teilstück der Bundesstraße im Solling entschieden habe, sagte Hellmold. Diese erfolge etwa alle vier Jahre.

Saniert werde meist dann, wenn Reparaturen nicht mehr ausreichen, weil die bisherige Asphaltschicht „in die Jahre gekommen“ sei und an Elastizität verloren habe, so Hellmold weiter. Und wenn man jetzt noch länger gewartet hätte, wäre es weitaus teuerer geworden, weil man mehr in die Tiefe gehen müsste, in die Tragschicht der Straße.

Wegen des einst moorigen Untergrunds sei das auf der langen Geraden zwischen der Kirchenruine Schmeessen und der Abfahrt Winnefeld der Fall gewesen. Im zweiten Bauabschnitt sei das nicht erkennbar, sagte Markus Gehle. Auf dem Stück gab es lediglich oberflächliche Lösungen. Nach dem Abfräsen und der Neuaufbringung der Asphaltdeckschicht sei die Straße für viele Jahre wieder voll in Ordnung.

Insgesamt würden rund 25 000 Tonnen Fräsgut per Lastwagen zum Recyceln abtransportiert und etwa die gleiche Menge an neuem Asphalt angeliefert werden, hieß es am Rande der Baubesprechung.

Lieferprobleme bei dem nötigen Baumaterial gibt es laut Kemna-Mitarbeiter Bargholz derzeit nicht. Nur der Fachkräftemangel mache sich bemerkbar, weil unter anderem Lastwagenfahrer fehlen.

Zudem sei der Bitumenpreis sehr hoch. Veranschlagt wurden die Gesamtkosten für die komplette Sanierungsstrecke von der Landesbehörde mit 3,29 Millionen Euro.

Eindringlich mahnen die Straßenbau-Experten, dass alle Verkehrsteilnehmer die Vollsperrung respektieren und nicht in die Baustelle hineinfahren in der Hoffnung, dass das klappt. Das sei verboten, störe und gefährde die Arbeiter und zudem erlösche jeglicher Versicherungsschutz, wenn etwa ein Verkehrsteilnehmer unerlaubt in einem abgesperrten Straßenbereich verunglücke.

Von Jürgen Dumnitz

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