Straßenbeleuchtung im Bodenfelder Ortsgebiet soll umgestellt werden

Ausschuss will LED-Licht

Austausch der Lampenköpfe: In Bodenfelde könnten die Straßen bald durch solche LED-Lampen beleuchtet werden. Archivfoto: nh

Bodenfelde. Die Mehrheit im Bodenfelder Bauausschuss folgte der Beschlussvorlage von Bürgermeister Hartmut Koch: Danach sollen die Straßenlampen in der Ortschaft Bodenfelde (ohne die Dörfer) auf LED-Technik umgestellt werden.

SPD-Ratsherr Arold Stüber war dagegen. Er war vor der Abstimmung mit einem Antrag gescheitert, in dem er vorschlug, die Gemeinde solle den Umbau über die Einsparungen durch den geringeren Stromverbrauch finanzieren, statt die Kosten auf die Anwohner umzulegen. Das sei nicht erlaubt, belehrte Koch den Ratsherrn.

Laut dem Mehrheitsvotum aus dem Fachausschuss sollen zunächst die Leuchtköpfe auf LED umgerüstet werden. Die Kosten liegen laut Schätzung bei 77 000 Euro. 75 Prozent dieser Kosten seien umlagefähig, würden also entsprechend der Grundstücksgröße auf die Anlieger der betroffenen Straßen verteilt. Man könne mit 100 bis 150 Euro rechnen, so Koch. Laut Bürgermeister sollen die Stromkosten für die Straßenlampen im Ortsgebiet mit LED-Licht durch eine 60-prozentige Einsparung nur noch bei 3000 Euro liegen. Derzeit bezahle man ein Vielfaches. Wenn es erforderlich ist, sollen laut Fachausschuss-Empfehlung und vorbehaltlich des ausstehenden Ratsbeschlusses „abgängige“ Straßenmasten für zusätzlich etwa 1000 Euro pro Stück ersetzt werden.

Hintergrund der Diskussion um die energiesparende LED-Straßenlampen-Technik ist laut Bürgermeister die schwieriger werdende Ersatzteil-Beschaffung für die teilweise über 50 Jahre alten Lampen, und eine gesetzliche Regelung, wonach die Straßenlampen bis 2015 umgerüstet werden müssen, sagte Koch. Der Gemeinde gehören 202 alte Straßenlampen.

Davon sind 20 Pilzleuchten und 182 Peitschenleuchten. Laut Schätzung der Verwaltung kostet die Auswechslung der Pilz-Leuchten etwa 10 000 Euro und die der 182 Peitschen 66 000 Euro. Die Auswechslung von 202 Lichtmasten und den Sicherungskästen in gleicher Anzahl kostet etwa 255 000 Euro. Hinzu kämen möglicherweise noch Umbaukosten von rund 400 Euro pro Lichtpunkt, wenn das vorhandene Kabel nicht lang genug ist für den Umbau. Die Gesamtkosten für eine Erneuerung bezifferte die Verwaltung auf 340 000 Euro.

Für die Erneuerung der Lampenköpfe (77 000 Euro) will die Verwaltung laut Koch einen 20-prozentigen Zuschussantrag beim Bundesumweltministerium stellen. Fördergeld zu bekommen, sei nur noch bei Anträgen bis Ende März möglich. (jdx)

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