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Austausch und Netzwerke -Info-Messe für Familie mit Kleinkindern kommt gut an

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Einen Überblick über die Angebote für frühkindliche Bildung im Uslarer Land gab die Informationsmesse für Familien mit Kindern bis acht Jahre in der Sollingschule in Uslar.
Einen Überblick über die Angebote für frühkindliche Bildung im Uslarer Land gab die Informationsmesse für Familien mit Kindern bis acht Jahre in der Sollingschule in Uslar. © Gudrun Porath

Uslar – Viele waren gezielt gekommen, um den ersten Schulranzen zu kaufen. Viele waren anschließend verwundert über das große Angebot für Familien mit kleinen Kindern im Uslarer Land. Zahlreiche Eltern mit Kleinkindern, aber auch die Aussteller nutzten die Informationsmesse „Frühe Chancen in Uslar“ in der Sollingschule für den Austausch.

In seiner Eröffnungsansprache dankte Bürgermeister Torsten Bauer den 55 Ausstellern und engagierten Helfern in vielen Projekten, die einen erheblichen Beitrag leisten würden, damit die Kinder im Uslarer Land eine bessere Zukunft haben. Die Informationsmesse zum lokalen Angebot an Bildung und Förderung sei im Landkreis Northeim wohl einmalig und habe deshalb über die Stadtgrenzen hinaus Bedeutung, so Bauer. Er forderte alle Anwesenden dazu auf, die Zeit auch zum Informationsaustausch zu nutzen.

Landrätin Astrid Klinkert-Kittel beschrieb die Messe als gute Gelegenheit zum Netzwerken der Akteure untereinander. Es brauche ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen, zitierte sie ein afrikanisches Sprichwort. Das sei heute nicht mehr so einfach und viele auf sich alleingestellt. Eine große Gemeinschaft, wie sie sich in den Akteuren auf der Messe zeige, könne Familienstrukturen zwar nicht unbedingt ersetzen, aber kompensieren. „Ich glaube, das ist der richtige Weg, sich hier zusammenzutun und zu zeigen, was es für Eltern und Kinder im Uslarer Land und darüber hinaus gibt“, sagte Klinkert-Kittel, die auch auf die entsprechenden auf der Messe vertretenen Angebote des Landkreises verwies.

Schulranzen in Balance: Paul (6) löste mit dem neuen Schulranzen gleich die Aufgabe, über ein Balance-Board Gegenstände auf einem Computer-Bildschirm in eine bestimmte Richtung zu bewegen.
Schulranzen in Balance: Paul (6) löste mit dem neuen Schulranzen gleich die Aufgabe, über ein Balance-Board Gegenstände auf einem Computer-Bildschirm in eine bestimmte Richtung zu bewegen. © Gudrun Porath

Federführend organisiert hatte die nach einer Pause von vier Jahren bereits zum vierten Mal stattfindende Messe Dirk Rackwitz von der Kultusabteilung der Stadtverwaltung. Rackwitz war den ganzen Tag über immer wieder am Mikrofon zu hören, um auf Angebote hinzuweisen, die sich in Klassenzimmern im Obergeschoss der Schule präsentierten.

Dort waren zum Beispiel die Kindergärten zu finden und Fachvorträge zu Themen wie Erste Hilfe beim Auffinden eines verletzten Kindes oder zu Hilfen für Familien. Vertiefende Gespräche dazu fanden an den Ständen statt.

Großen Andrang gab es beim Schulranzenverkauf, den viele Familien gezielt ansteuerten, da man in Uslar ja sonst keine Schulranzen kaufen könne. Catrin Rossel von der Stadtbücherei, die in der Schulbücherei das Erzähltheater „Die Bremer Stadtmusikanten“ vorstellte, freute sich über Neuanmeldungen. Elke Wieneke, die über das Kinderturnen beim SC Schoningen informierte, wunderte sich, dass keine anderen Sportvereine vertreten waren.

Nicht alle Angebote fanden gleich ihre Adressaten. So hatte etwa Kreisjugendwartin Julia Grote von der evangelischen Jugend eine Liste vorbereitet, um den Betreuungsbedarf in den Ferien abzufragen, die lange leer blieb. Auch die Kreisfeuerwehr, die im ersten Obergeschoss das Training mit einer Virtual Reality Brille vorstellte, mit der sich Situationen trainieren lassen, die nur schwer nachzustellen sind, musste anfangs auf Besucher warten.

Im Foyer drängelten sich unterdessen die Kinderwagen. Es fanden rege Gespräche statt. Sätze wie „Das wusste ich gar nicht“ oder „Das hätte ich Uslar gar nicht zugetraut“ waren immer wieder zu hören. Organisator Dirk Rackwitz und Bürgermeister Bauer kündigten ein ausführliches Fazit an, um Angebot und Informationsmesse gezielt weiter zu entwickeln. zyp

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