Uslarer Badeland soll im Herbst wieder öffnen

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Badespaß im Badeland: Das soll im Herbst wieder möglich sein, denn der Förderverein plant die Übernahme durch eine demnächst zu gründende Genossenschaft – auch wenn der Zuschuss der Stadt kleiner ausfällt, als beantragt.

Uslar. Der Förderverein Badeland Uslar gibt nicht auf. Er will versuchen, die Finanzierungslücke zu schließen, die dadurch entstanden ist, dass die Stadt maximal 175.000 Euro als Betriebkostenzuschuss geben kann. Der Förderverein hatte 200.000 Euro beantragt und dabei schon „spitz“ gerechnet.

Ziel des Fördervereins ist, eine Bürger-Genossenschaft zu gründen und das Hallenbad im Herbst wieder zu eröffnen – als Badeland in Bürgerhand.

Wie Justus Pahlow vom Vorstand des Fördervereins berichtet, hat der Vorstand nach der Sitzung des Uslarer Finanzausschusses seine Ernüchterung und Enttäuschung nicht verbergen können. In dem Ausschuss war nach zähem Ringen der 175.000 Euro-Zuschuss empfohlen worden. Mehr ist aufgrund der Finanzlage nicht drin, hieß es. Der Stadtrat entscheidet nächste Woche endgültig darüber. Weil es ein einstimmiges Votum im Ausschuss war, ist auch ein ähnlicher Beschluss im Stadtrat zu erwarten.

Der Förderverein hat in einer Vorstandssitzung am Tag nach dem Finanzausschuss den Beschluss gefasst, sich nicht unterkriegen zu lassen. Der Vorstand machte deutlich: Die 175.000 Euro reichen zwar für das erste Jahr nicht aus. Gleichwohl müsse die Summe akzeptiert werden. Man habe das Signal aus dem Rathaus verstanden: Stimmung und der Wille der Politik, für das Badeland alles tun zu wollen, wurden mehr als deutlich und lassen hoffen, berichtete Justus Pahlow über die Situation im Förderverein.

Der Verein mit Eberhard Otto an der Spitze erkenne die große Bereitschaft aller gesellschaftlichen Gruppen an, trotz des gekürzten Zuschusses das Badeland wieder in Betrieb zu nehmen. Das werde nicht ohne Risiko gehen, und der Erfolg ist ungewiss, sagte Justus Pahlow zur Ausgangslage. Dennoch sei man optimistisch.

Geplant sind als nächstes Gespräche mit der Politik, der Verwaltung und dem Landkreis, um nach Lösungen zu suchen, die 25.000-Euro-Lücke zu schließen. Dabei gibt es folgende Überlegungen, die der Vorstand in einem Fragenkatalog aufgestellt hat:

• Gibt es einen politischen Spielraum bei den freiwilligen Leistungen, den man später ausgleichen kann?

• Kann es der Verein schaffen, viele Menschen zu gewinnen, die bereit sind, regelmäßig einen selbst bestimmten, steuerlich absetzbaren Beitrag dem Förderverein zur Verfügung zu stellen, um die Bilanz zu verbessern?

• Gibt es in Uslar und Umgebung Menschen, Institutionen und Firmen, die als dauerhafte Sponsoren und Paten gewonnen werden können, um das Defizit auszugleichen?

• Gibt es genügend Uslarer, die Anteile für die Genossenschaft zeichnen, die jetzt zügig gegründet werden soll?

• Führt der Slogan „Badeland in Bürgerhand“ zum Erfolg für Uslar?

Der Vorstand gibt sich optimistisch und antwortet pauschal: „Wir meinen ja.“(fsd)

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