Uslar / Solling

Bagger ändern Berghang bei Bollensen für Bundesstraßen-Neubau

Gigantische Bodenbewegungen bei Bollensen: Aus der Luft ist das Ausmaß für den Neubau der Bundesstraße 241 im Bereich der künftigen Auf- und Abfahrt nahe Bollensen gut zu sehen. Die Bundesstraße verläuft künftig parallel zur Bahnlinie. Im Hintergrund (links) ist Gierswalde zu erkennen.
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Gigantische Bodenbewegungen bei Bollensen: Aus der Luft ist das Ausmaß für den Neubau der Bundesstraße 241 im Bereich der künftigen Auf- und Abfahrt nahe Bollensen gut zu sehen. Die Bundesstraße verläuft künftig parallel zur Bahnlinie. Im Hintergrund (links) ist Gierswalde zu erkennen.

Bollensen – Durch den Neubau der Bundesstraße 241 wird sich das Landschaftsbild zwischen der Auf- und Abfahrt Volpriehausen an der Bollertsmühle und Bollensen deutlich verändern.

Die Neubaustrecke verläuft bekanntlich parallel zur Bahnlinie. Da müssen Erhebungen abgetragen und Täler aufgefüllt werden für die neue Strecke. Den gravierendsten Einschnitt ins Gelände gibt es allerdings an der neuen Auf- und Abfahrt am Pfingstanger bei Bollensen.

Da soll die neue Bundesstraße voraussichtlich 2025 zunächst enden. Für die Auf- und Abfahrt haben die Arbeiter der beauftragten Firmen schon etliches an Vorarbeit geleistet. Tonnen Mutterboden wurden abgetragen und zwischengelagert. Wegen des Straßenneubaus müssen auch Wirtschaftswege verlegt werden, damit Landwirte auch weiterhin zu ihren Feldern und Wiesen gelangen können.

Bis vergangene Woche wurde gearbeitet auf der Großbaustelle im Uslarer Land. Jetzt ist laut Oberbauleiter Uwe Berlig (Firma Zetcon/Bochum) offiziell bis zum 10. Januar erst einmal Weihnachtspause. Es obliege jedoch den Firmen, wie sie ihre Arbeiten planen und umsetzen, damit die Termine eingehalten werden können.

Laut Berlig gilt auf der Bundesstraßen-Großbaustelle des Geschäftsbereichs Gandersheim der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr als Bauträger ein Zeitplan, dessen Einhaltung für Folgearbeiten immens wichtig ist. Es müsse gerade vor dem Hintergrund von Materiallieferungen und etwa dem Maschineneinsatz gut geplant werden, damit es nicht zu unnötigen und somit teueren Verzögerungen kommt.

Wenn es im Januar weitergeht, sei man in erster Linie abhängig vom Wetter. Viele Arbeiten lassen sich bei Frost und deutlichen Minusgraden nicht ausführen. Da seien die Firmen auch in der Gewährleistung. Berlig hofft für den Straßenneubau, dass es ein mildes Frühjahr wird.

Der an der Auf- und Abfahrt Bollensen abgetragene Oberboden (meist roter Buntsandstein) soll laut dem Oberbauleiter später in Tälern wieder eingearbeitet werden. Das Areal, auf dem unterhalb des Güldenbergs gearbeitet werde, sei rund 100 Meter breit und gut 200 Meter parallel zur Bahnlinie lang.

Die Fahrten für den Bodentransport finden hauptsächlich auf den bereits seit Jahren angelegten Baustraßen auf der 4,7 Kilometer langen Neubaustrecke zwischen Bollensen und der Bollertsmühle statt.

Hinter dem dortigen Erdwall, wo jetzt die Bundesstraße in Richtung Volpriehausen endet, beginnen bereits die Vorarbeiten. Da werde es für Verkehrsteilnehmer, die vom Bollert in Richtung Uslar unterwegs sind dann auch sichtbar, dass fleißig gearbeitet wird. Es werde allerdings einige Tage dauern, bis der Berg soweit abgetragen ist, dass darauf der Straßenaufbau beginnen könne.

Von Jürgen Dumnitz

So ist der Plan: Am Pfingstanger bei Bollensen (links) liegt voraussichtlich 2025 das Ende der Bundesstraßen-Neubaustrecke. Vorn ist die Auffahrt auf die neue Straße, die Abfahrt soll zwischen der Bahnlinie und dem Straßenstummel verlaufen. Ob und wie weitergebaut wird, ist derzeit völlig offen.
Auf- und Abfahrt: Der Verkehr der neuen Bundesstraße verläuft später unter der bereits 2018 fertiggestellten Bahnbrücke (vorn) hindurch.

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