Abrissarbeiten am zerstörten Hof an der Winterwiesenstraße sorgt für Erleichterung

Bagger beißt in Brandruine

Abriss seit Mittwoch: Das im August 2014 abgebrannte Gehöft an der Winterwiesenstraße in Schönhagen kommt endlich weg. Am Mittwoch legte ein Bagger los. Foto: Schneider

Schönhagen. An der Brandruine in Schönhagen an der Winterwiesenstraße und Lunaustraße steht der Abrissbagger. Sehr zur Freude der Anwohner und vor allem der unmittelbar betroffenen Nachbarfamilie Sieck, die unter den Folgen des verheerenden Feuers vom 23. August 2014 immer noch leidet.

Als am Dienstag der Bagger gebracht wurde und am Mittwochmorgen loslegte, machte sich bei Hartmut und Ute Sieck Erleichterung breit. Sie hoffen nun, nach dem Abriss des unmittelbar an ihr Haus angrenzenden Giebel, ihren eigenen bald sanieren lassen zu können. Siecks können wegen Schimmel und Geruchsbelästigung Teile ihres Hauses nicht benutzen.

Der Besitzer war am Mittwochmorgen vor Ort, wollte aber erneut zu der Angelegenheit keine Angaben machen. Währenddessen pumpte ein Spezialfahrzeug die Jauchegrube leer und fuhr am Nachmittag nochmals vor. Am Abrisszaun hängt unterdessen ein Werbeschild des Höxteraner Abrissunternehmens.

Ute Sieck bestätigte, dass sie mit ihrem Mann Hartmut in der Angelegenheit privat geklagt hatten, dass die Brandruine abgerissen werden muss. Offensichtlich habe das Erfolg gezeigt. Doch Ute Sieck wollte sich am Dienstag nicht an Spekulationen beteiligen. Für sie ist wichtiger, dass sie und ihre Nachbarn bald wieder ins normale Leben zurückkehren können.

Gleiche Versicherung

Das Problem bei der Sache war aus Siecks Sicht, dass Siecks und der Besitzer die selbe Versicherung haben, die sich in der Sache seinerzeit auf den Tatbestand der Brandstiftung berief: So lange die amtliche Ermittlungen nicht abgeschlossen und entsprechende Akten vorlägen, hieß es im Sommer, könne der Schaden nicht abschließend beurteilt werden.

Damals hieß es, der Besitzer sei auf Hilfe des Versicherung angewiesen. Wie es tatsächlich bestellt ist, ließ sich gestern nicht mehr herausfinden. Fakt ist hingegen, dass die polizeilichen Ermittlungen lange abgeschlossen sind, wie Uslars stellvertretender Kommissariatsleiter Jürgen Don auf Nachfrage bestätigte.

Wegen des Feuers am 23. August 2014 und anderer Brände im Or inhaftierte die Polizei später einen 32-jährigen Mann aus einem Uslarer Ortsteil, dem drei Brandstiftungen vorgeworfen werden. Er sitzt nach wie vor im Maßregelvollzug. Termin für die Hauptverhandlung gegen ihn vorm Landgericht Göttingen ist am 28. Oktober. (fsd)

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