Deutsche Bahn will in Bodenfelde ab 2018 rund 4,8 Millionen Euro investieren

Bahnhof wird Baustelle

Pläne für den Bahnhof: Mit dem Programm „Niedersachsen ist am Zug III“ soll der Bodenfelder Bahnhof umfassend modernisiert werden. Detlef Krusche von der DB Station&Service AG (rechts) stellte Bürgermeister Mirko von Pietrowski die Pläne vor. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Bodenfelde. Die Deutsche Bahn plant mit dem Land Niedersachsen in Bodenfelde eine Millioneninvestition. Die kompletten Anlagen rund um das Bahnhofsgebäude von den Bahnsteigen bis zur Unterführung sollen modernisiert werden. Grob geschätzt werde das Projekt 4,8 Millionen Euro kosten, sagte am Freitag Detlef Krusche, Leiter des Bahnhofmanagements der DB Station&Service AG in Göttingen.

Allerdings werden sich die Fahrgäste gedulden müssen. Denn mit dem Beginn der Arbeiten ist frühestens im Jahr 2018, vielleicht auch erst 2019 zu rechnen. Hintergrund: Die Schönheitskur für den Bahnhof wird aus dem Programm „Niedersachsen ist am Zug III“ finanziert. Die Detailplanungen dafür beginnen erst nach Abschluss des aktuell laufenden Vorgängerprogramms.

Zwölf Monate Bauzeit

Erst während der Planungsarbeiten werde über Details der Modernisierung entschieden. Er gehe jedoch davon aus, dass man zwei Aufzüge baue, damit der Bahnhof behindertengerecht werde, sagte Krusche. Um einen ebenerdigen Einstieg in die Züge zu ermöglichen, sollen die Bahnsteige auf 76 Zentimeter erhöht werden. Außerdem werde die Unterführung saniert und die Beleuchtung erneuert, so Krusche, der mit zwölf Monaten Bauzeit rechnet.

Schon aktuell biete die Station Fahrgästen eine gute Anbindung, hieß es. Durchschnittlich 47 Züge halten täglich in Bodenfelde und rund 400 Menschen steigen ein oder aus. Im Stundentakt fahren Züge in Richtung Göttingen und zurück, am Wochenende alle zwei Stunden. Der erste Zug fährt werkstags um 6.04 Uhr, der letzte zum 21.59 Uhr, sonn- und feiertags sogar erst um 22.14 Uhr.

Von der Modernisierung des Bahnhofs erhofft sich der Leiter Bahnhofsmanagement mehr Nutzer. Wenn Fahrplan, Züge, Bahnhofsanlagen und das Umfeld mit Parkplätzen etc. attraktiv seien, bedeute dies erfahrungsgemäß 20 bis 40 Prozent mehr Fahrgäste, sagte Krusche.

Für das Umfeld des Bahnhofs ist allerdings die Kommune zuständig. Am Parkplatz und in Sachen Unterstellplätze für Fahrräder müsse etwas geschehen, räumte Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski ein.

Aufgabe der Gemeinde

Dazu seien in der Gemeinde noch Gespräche nötig. Er freue sich außerordentlich, dass das Projekt konkret werde. „Das ist wichtig für die Entwicklung von Bodenfelde. Der Bahnhof hat eine hohe infrastrukturelle Bedeutung.“

Neben Schülern, die zum Beispiel von Hardegsen aus die IGS im Flecken anfahren, nutzen viele Pendler die Bahnverbindung. Außerdem werde das Oberzentrum Göttingen vermehrt in der Freizeit genutzt, sagte von Pietrowski, der sich noch einer Reduzierung der Fahrzeit wünscht. Aktuell braucht der Zug bis Göttingen 50 Minuten. „Ideal wären 40 Minuten.“ (shx)

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