Laienschauspieler des TSV Bollensen begrüßen 200 Zuschauer in drei Vorstellungen

Barfuß auf dem Tisch

Humorvolle Verwechslung: Während Florian Wegener (links) als Spartacus gern modeln würde, sucht Anna-Lena Kassner als Gloria doch eher nur einen Mieter für ihre Wohnung. Foto: Dumnitz

Bollensen. Turbulent ging es am Freitag und Samstag auf der Bühne des Turn- und Sportvereins in Bollensen im Sportheim zu. Die Laienschauspieler hatten mit ihrem Stück „Hier sind sie richtig“ von Autor Marc Camoletti ein gutes Lustspiel in drei Akten ausgewählt und ganz nach dem Geschmack der insgesamt über 200 Zuschauer zubereitet, wie an den Lachern und dem Applaus zu merken war.

Auf der Bühne wich das anfängliche Lampenfieber schnell der Spielfreude der Akteure. Zum Inhalt: Gloria (Anna-Lena Kassner) ist ein alternder Bühnenstar, der Wohnungen vermietet. Das Dienstmädchen Uschi (Ramona Benning) sucht einen Mann zum Heiraten, die Malerin Olga (Annett Hartje), ein Modell und die ebenfalls im Hause lebende Klara (Melanie Fischer) sucht einen Klavierschüler.

Alle haben – wie es üblich ist – Annoncen in der Tageszeitung aufgegeben. Mit vielen Abkürzungen, die von den Lesern jedoch offensichtlich unterschiedlich interpretiert wurden. Denn als sich Spartacus (Florian Wegener) als Modell schon fast nackig macht, geht Klara im Gespräch immer noch davon aus, dass der kräftige Mann ihr neuer Klavierschüler ist.

Der echte Nachwuchspianist Jens (Stefan Domeier) gerät an Nicola (Nico Breckerbohm), die einen Mann fürs Leben suchte. Und auch als der Wohnungssuchende Bernhard Cooper (Thomas Kirchhoff) auftaucht, ist der Dialog auf der Bühne ob der Verwechslungen und eindeutigen Zweideutigkeiten ein wahres Vergnügen für die Zuschauer. Am Ende gab es aber doch ein Happy-End.

Als Souffleusen agierten Anja Meier und Susanne Bauer, einstudiert hat das Lustspiel Andrea Holleck. Die bewies mit ihrer Auswahl im Sommer ein gutes Händchen.

In Bollensen wird laut Holleck seit Mitte der 1970er-Jahren Laientheater gespielt. Anlass sei damals ein Krippenspiel gewesen. Seit 2003 wird meist alle zwei Jahre der Vorhang im Sportheim des TSV für ein neues Stück geöffnet. (jdx)

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