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Baustart für Erneuerung der Ortsdurchfahrt Bodenfelde - Drei Jahre Großbaustelle

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Von: Jürgen Dumnitz

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Ab Montag Baustelle: Der untere Teil der Bleekstraße wird ab der Einmündung Mühlenstraße (links im Bild) ab der kommenden Woche als Großbaustelle eingerichtet. Unser Bild entstand 2013 vom Baugerüst am 48 Meter hohen Turm der Christus-Kirche aus. ARCHIV
Ab Montag Baustelle: Der untere Teil der Bleekstraße wird ab der Einmündung Mühlenstraße (links im Bild) ab der kommenden Woche als Großbaustelle eingerichtet. Unser Bild entstand 2013 vom Baugerüst am 48 Meter hohen Turm der Christus-Kirche aus. ARCHIV © Jürgen Dumnitz

Bodenfelde – Am Anfang wird es holpern, aber dann wird alles schön: Das versprach am Donnerstagabend Alexander Behre als Bauleiter der Baufirma Nolte (Beverungen), die ab Montag und wohl drei Jahre lang die 1,9 Kilometer lange Ortsdurchfahrt der Landesstraße 551 vom Holzkohlewerk bis zur Amelither Straße für 7 Millionen Euro erneuern will.

Begonnen wird der erste Abschnitt von der Kreuzung Mühlenstraße/Salzkotten auf der Bleekstraße bis zum oberen Teil der Raiffeisenstraße. Das erfuhren rund 70 Anwohner am Donnerstag bei einem Infoabend in der Aula der Gesamtschule. In den als Umleitung ausgewiesenen Nebenstraßen wurden bereits Parkverbotsschilder aufgestellt, Anwohner der Baustraße sollen ihre Fahrzeuge an anderen Stellen abstellen, weil nicht gewährleistet ist, dass sie wegen der Bauarbeiten jeder Zeit von oder zu ihrem Grundstück fahren können.

Nach der Einrichtung werde der Asphalt aufgenommen. Dann beginnen Baggerarbeiten. Die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (Geschäftsbereich Gandersheim) ist für den Straßenbau (Fahrbahn von Bordstein zu Bordstein) zuständig, betonte Dieter Schultz als Fachbereichsleiter in Gandersheim. Die Kosten dafür zahlt das Land Niedersachsen.

Nach einem Beschluss des Gemeinderates hat der Flecken zusätzlich 1,7 Millionen Euro für die Erneuerung der Fußwege und Parkstreifen sowie teilweise der Straßenbeleuchtung zugestimmt. Dafür gibt es laut Bürgermeister Gerald Wucherpfennig 1 Million Euro Zuschuss.

Und es sind Ver- und Entsorger mit im Boot. Der Wasser- und Abwasserzweckverband (WAZ) Solling (Dassel) will 4 Millionen Euro für die Erneuerung der Wasserleitung und eine neue Abwasserverrohrung investieren, sagte Jens Rölke als stellvertretender WAZ-Geschäftsführer. Außerdem werden die Anwohner zur Kasse gebeten. Grundlage ist die gültige Straßenausbaubeitragssatzung, die eine finanzielle Beteiligung vorsieht. Das sorgte in der Aula für Unmut, als Kämmerer Kevin Knöfler an einer Beispielrechnung veranschaulichte, was abhängig von der Größe der Grundstücke und der Häuser auf die einzelnen Anlieger zukommt.

Visualisierung auf der Leinwand im Schulhaus: Am Donnerstagabend informierten Gemeindeverwaltung, Baubehörden, der WAZ und das Bauunternehmen Nolte (rechts am Tisch) rund 70 Anwohner der Bleekstraße über die Fahrbahnerneuerung der Landesstraße im Ortsbereich und nötige begleitende Arbeiten.
Visualisierung auf der Leinwand im Schulhaus: Am Donnerstagabend informierten Gemeindeverwaltung, Baubehörden, der WAZ und das Bauunternehmen Nolte (rechts am Tisch) rund 70 Anwohner der Bleekstraße über die Fahrbahnerneuerung der Landesstraße im Ortsbereich und nötige begleitende Arbeiten. © Jürgen Dumnitz

Kritik an dem System ist jedoch fehl am Platz, beschwichtigte der Bürgermeister. Das sei gesetzlich geregelt und daran halte sich die Verwaltung. Der Flecken werde allen Anwohnern eine Überschlagsrechnung zustellen, über die man reden könne. Angeboten wurden bereits Ratenzahlungen für die Beträge, die nach einem festgelegten Schlüssel vom umlagefähigen Restbetrag aufgeteilt werden. Abgezogen seien vorher schon alle von den Ver- und Entsorgern getragenen Kosten. Neben dem WAZ seien das etwa der Stromversorger und Unternehmen für Kommunikationstechnik.

Man werde versuchen, dass die Grundstücke während der Bauarbeiten nach Möglichkeit über Schotterflächen zu erreichen sind, sagte Bauleiter Behre. Anfang der Woche erfolge die Müllabfuhr normal, ab Dezember müssen die Anwohner ihre Tonnen dann für die Leerung an ausgewiesene Sammelstellen abstellen, sagte Projektleiter Uwe Köcke.

Bushaltestellen würden auch verlegt und man müsse die Ersatzhaltestellen nutzen, sagte Oliver Nagel als vom Flecken beauftragten Ingenieur des Dasseler Büros Ludwig & Partner, der die Bauarbeiten im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde koordiniert.

Von Jürgen Dumnitz

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