Strecke Göttingen - Bodenfelde

Bauzug reinigt Schotter und tauscht Schwellen aus

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Aus- und Einbau in wenigen Metern Abstand: Der Spezial-Montagezug der Firma H. F. Wiebe ist für unkundige Beobachter ein technisches Wunderwerk. Im Bild (vorn) laufen die aufgenommenen Schienen auf seitlichen Rollen. Per Greifer werden die alten Holzschwellen aufgenommen (roter Kreis) und über den gesamten Montagezug hinweg auf Waggons zum Abtransport verladen. Ein anderer Greifer (grüner Kreis) legt die neuen Stahlbetonschwellen ins Gleisbett. Der aufgenommene Schotter wird anschließend vor den neuen Schwellen aufgebracht. Nach der Montage werden auch die Schienenstränge wieder festgeschraubt. Foto: Dumnitz

Vernawahlshausen. Wie Fließbandarbeit mutet die Erneuerung der Bahnanlage zwischen Göttingen und Bodenfelde an. Ein dutzende Meter langer Spezial-Montagezug sorgt quasi im Sekundentakt für den Austausch der Bahnschwellen und Schienen.

Bahnkunden müssen während der Bauarbeiten unter Vollsperrung zwischen Ottbergen und Göttingen voraussichtlich noch bis zum 7. August mit dem Schienen-Ersatzverkehr durch Busse vorliebnehmen.

Gebaut wird seit dem 22. Juni unter anderem am Bahnhof in Adelebsen, der modernisiert wird, an einem neuen Bachdurchlass unter dem Schienenweg bei Offensen sowie am Austausch von Schienen und Schwellen auf etwa 36 Kilometer Länge zwischen Ottbergen (bei Höxter) und Adelebsen, heißt es von DB Netze.

Der Spezialumbauzug, der auf der Strecke unterwegs ist, reinigt den Schotter und tauscht ihn teilweise aus. Verbaut werden sollen etwa 72 Kilometer Schienen und 55 400 Schwellen. Neu eingebaut werden zudem rund 39 000 Tonnen Gleisbettschotter, heißt es weiter. Vom Umbau betroffen sind auf dem Abschnitt insgesamt neun Bahnübergänge. Fünf davon sollen mit einem neuen Belag ausgestattet und außerdem soll eine Brücke ertüchtigt werden.

Bis zur Fertigstellung bleiben unter anderem auch die Bahnübergänge auf der Landesstraße zwischen Bodenfelde und Polier sowie auf der Straße zwischen Offensen und Heisebeck offiziell für den Straßenverkehr gesperrt. Umleitungen sind an den Zufahrtsstraßen ausgeschildert.

22,4 Millionen Euro

Die Gesamtkosten für das Großbauprojekt liegen laut Regionalnetze Nord der DB Netz AG (Göttingen) bei rund 22,4 Millionen Euro. Lokalpolitiker der Städte und Gemeinden werten die Investition als Hinweis auf den Erhalt der Bahnstrecke.

Auf dem Streckenabschnitt verkehren üblicherweise Regionalzüge der Nordwestbahn, die den Bus-Ersatzverkehr organisiert hat. Dieser sorgt für längere Fahrzeiten. Wer etwa mit dem Bus von Ottbergen bis Göttingen fahren will, muss eine Stunde mehr einplanen.

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